Herkunft: Ihren Ursprung oder den ihrer Vorfahren zeigen auf der Europakarte (von links) Gisela Hering-Bejaoui (Gemeinde), Heinz Willer, Karl Marting (beide Holzhandwerksmuseum), Ulrike Bleimund (Gemeinde), Günter Wörmann (Holzhandwerksmuseum) und Christa Gante (Museumsschule). - © Alexander Jenniches
Herkunft: Ihren Ursprung oder den ihrer Vorfahren zeigen auf der Europakarte (von links) Gisela Hering-Bejaoui (Gemeinde), Heinz Willer, Karl Marting (beide Holzhandwerksmuseum), Ulrike Bleimund (Gemeinde), Günter Wörmann (Holzhandwerksmuseum) und Christa Gante (Museumsschule). | © Alexander Jenniches

Hiddenhausen Tour durch die Museen in Hiddenhausen

Geschichte vor Ort: Die Museumsschule und das Holzhandwerksmuseum sind beim Internationalen Museumstag mit dabei. Am kommenden Sonntag können sich Besucher dort für eine zukünftige Ausstellung verewigen

Hiddenhausen. Der Sonntag, 13. Mai, ist eine prima Gelegenheit, durch die Museen der Gemeinde zu streifen. Denn sowohl die Museumsschule in Schweicheln-Bermbeck als auch das Holzhandwerksmuseum haben geöffnet und bieten attraktive Programme. Zudem ist die Kulturwerkstatt offen, und auch das Café Alte Werkstatt. Denn am Sonntag ist Internationaler Museumstag - und Hiddenhausen macht mit. Besonders spannend könnte es für Geschichtsinteressierte in der Museumsschule werden. Neben den bekannten historischen Schätzchen, die sich in dem alten Haus an der Blumenstraße 60 betrachten lassen, können Besucher selbst aktiv werden und sich in der Geschichte des Dorfes verewigen. Ulrike Bleimund, stellvertretende Leiterin beim Amt für Schule, Sport und Kultur: "Die Einrichtungen hier in Hiddenhausen beteiligen sich am Europäischen Kulturerbejahr 2018. Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, dem Tag einen europäischen Rahmen zu geben. Dabei sind wir auf eine große Landkarte gekommen, auf die die Besucher kleine Staatenflaggen stecken können." Mit den Flaggen kann jedermann am Sonntag zeigen, woher er oder die eigene Familie ursprünglich stammt. Hiddenhauser Bürger haben Wurzeln in rund 40 Ländern der Erde Gisela Hering-Bejaoui, Amtsleiterin des Amtes für Soziales, hat dazu eine interessante Statistik gefunden: "Ich habe mich im Zuge der Zuwanderung in den vergangenen Jahren mal hingesetzt und geschaut, aus welchen Ländern die Menschen überhaupt kommen, die hier in Hiddenhausen leben. Das war sehr spannend! Hiddenhausen hat nämlich Bürger, die ihre Wurzeln in rund 40 Ländern haben." Die Besucher des Museums sind aufgefordert, Belege ihrer Zuwanderung mitzubringen. Das können alte Pässe sein, Reisetaschen, sowie Fotos und Geburtsurkunden. All das wird vor Ort abfotografiert und erfasst. Am Ende, so sagte Gisela Hering-Bejaoui, könne aus den Informationen auf der Europakarte in Verbindung mit den mitgebrachten Stücken eine eigene Ausstellung über die Geschichte der Zuwanderung in Hiddenhausen entstehen. Spannend wird am Sonntag auch ein weiteres Projekt: Gisela Hering-Bejaoui hat nämliche eine Chronik des Museumsschullehrers Johannes Schnücke über den Ersten Weltkrieg aus alter deutscher Schrift in ein modernes Textdokument übertragen und damit gut lesbar für jedermann gemacht. In der Chronik sind viele Ereignisse im Dorf Schweicheln aus den Jahren 1914 bis 1926 festgehalten. Mancher Besucher mag seine Vorfahren darin wiederfinden. Die Chronik soll als kleines Heft am Sonntag ab 14 Uhr in der Museumsschule zu erwerben sein. Im Holzhandwerksmuseum warten 1.500 Exponate darauf, erkundet zu werden. Kinder können dort unter Anleitung Holzschiffchen bauen. Beginn ist ebenfalls 14 Uhr. Bereits um 12 Uhr geöffnet ist die Kulturwerkstatt. Dort ist letztmalig auch die Ausstellung "Facettenreiche Insekten" zu sehen. Beide Einrichtungen liegen an der Maschstraße auf Gut von Consbruch.

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