Süßer Abschied: Die Lehrer Bernhard Bunte (links) und Ingo Greger (rechts) haben an ihrem letzten Schultag einen Eiswagen bestellt und allen Schülern ein Eis ausgegeben. - © Andreas Neifer
Süßer Abschied: Die Lehrer Bernhard Bunte (links) und Ingo Greger (rechts) haben an ihrem letzten Schultag einen Eiswagen bestellt und allen Schülern ein Eis ausgegeben. | © Andreas Neifer

Schweicheln-Bermbeck Lehrer verabschieden sich mit Eis für alle von der Eickhofschule

Vier Lehrer haben ihre aktive Zeit als Pädagogen der Kreis-Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung beendet. Persönliche Worte von Schulleiter Andreas Neifer

Schweicheln-Bermbeck. Mit einer außergewöhnlichen Aktion haben sich vier langjährige Lehrer der Eickhofschule in die Rente verabschiedet. Schulleiter Andreas Neifer hat für jeden sehr persönliche Worte gewählt. Seit Mai 1981 arbeitete Dieter Mehrmann an der Eickhofschule. Der gelernte Optiker habe daher „gleich den richtigen Durchblick für diese Schule" gehabt und absolvierte ein Aufbaustudium in Dortmund, um eine Befähigung zum Umgang mit schwierigen Jugendlichen zu erwerben. Eine Kunsttherapeutenausbildung folgte, „aus eigener Tasche finanziert". Damit „warst du in der Lage, den unnahbaren, verschlossenen Schülern eine Stimme zu verleihen". Vehement habe er seinen Standpunkt vertreten, sei dabei stets fair und wertschätzend gewesen. „Die Schülerinnen und Schüler werden einen Ansprechpartner in Problemsituationen vermissen, die Stimme der Stillen, die in unserem lauten Alltag häufig untergehen." Klaus Frömberg war Neifers Ausbildungslehrer und „damals hätte ich es wohl kaum für möglich gehalten, dass ich einmal als dein Chef die Abschiedsrede halten würde". Frömberg war seit Februar 1984 an der Schule. Auch er absolvierte ein berufsbegleitendes Aufbaustudium, wobei er „vom Herzen her schon immer Sonderpädagoge" gewesen sei und sich bedingungslos und gegen jede Widerstände für seine Schüler eingesetzt habe. Frömberg war Klassenlehrer, Physiklehrer, Fußballtrainer und Kioskchef. „Deine Aufsichten aus dem Kioskfenster wurden zu einer Legende. Ebenfalls legendär war deine Streitbarkeit." Bernhard Bunte arbeitete seit März 1993 an der Eickhofschule. „Von Anfang an stand für dich die Erlebnispädagogik im Vordergrund." Als Mitglied der Naturfreunde Bielefeld liege es nahe, Wassersport und Klettern zu den bevorzugten pädagogischen Medien werden zu lassen. Mit der Entwicklung erlebnispädagogischer Lernangebote habe Bunte eine der wichtigsten Säulen der Schule mitentwickelt. Die Gründung des Kanuvereins geht auf ihn zurück, welcher die praktische Arbeit der Kooperation mit der Erich-Kästner-Gesamtschule trägt. „Auf die Uhr hast du nie geschaut. Die Kanu-AG-Zeiten hast du immer privat drangehängt." Als „unumstrittenen Begründer der Erlebnispädagogik an der Eickhofschule" bezeichnet Neifer Ingo Greger, seit 1983 an der Schule „Deine Art, sich in die Probleme von Kindern und Jugendlichen hineinzudenken, ist unerreicht." Greger habe seine Arbeit ganz den schwierigsten Schülern gewidmet. Das entwickelte Konzept der Alternativpädagogikklasse gebe denen eine Chance, die von allen anderen Einrichtungen und Systemen bereits aufgegeben worden seien. „Der Ruf der Eickhofschule, auch noch den „schwierigsten Fällen" eine neue Lebensperspektive zu geben, geht maßgeblich auf dich zurück."

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