Baupartner: Arne Deußen, Andreas Gehring, Stefan Wellner (3H), Dirk Sieverding (Remmers), Ulrich Rolfsmeyer, Klaus Boog (Remmers/3H), Sonja Lepper (Ingenieurgemeinschaft igk Krabbe), Hans-Jörg Schepers (Remmers) und Carsten Grieger (3H). - © Felix Eisele
Baupartner: Arne Deußen, Andreas Gehring, Stefan Wellner (3H), Dirk Sieverding (Remmers), Ulrich Rolfsmeyer, Klaus Boog (Remmers/3H), Sonja Lepper (Ingenieurgemeinschaft igk Krabbe), Hans-Jörg Schepers (Remmers) und Carsten Grieger (3H). | © Felix Eisele

Oetinghausen Remmers-Gruppe investiert in 3H-Lacke

18 Millionen Euro für Neu- und Erweiterungsbau an der Füllenbruchstraße / Unternehmen strebt Verdoppelung der Produktion an

Felix Eisele

Die Firma 3H-Lacke wächst kräftig weiter. Und das nicht nur, was die wirtschaftlichen Zahlen betrifft. Auf dem Werksgelände an der Füllenbruchstraße werden derzeit die Fundamente gelegt für einen umfangreichen Neu- und Erweiterungsbau. Insgesamt 18,6 Millionen Euro investiert die Remmers Gruppe, zu der das Unternehmen seit 2009 gehört, zu diesem Zweck. Laut 3H-Geschäftsführer Klaus Boog handelt es sich um eine Investition in die Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit. "Sie ist auf die nächsten 20 Jahre ausgelegt und macht das Unternehmen zu einer der modernsten Lackfabriken Europas", sagt er. Schon lange sei man dabei, neue Märkte zu erschließen und das eigene Geschäft zu internationalisieren. Mit Erfolg: "Wir wachsen wieder und wollen mit höherer Wirtschaftlichkeit produzieren", so Boog.Neubau auf der Westseite des Geländes Mit den derzeitigen Bedingungen auf dem Werksgelände aber sei das kaum möglich. Auf dem östlichen Teil des Areals nämlich spiele sich momentan fast der komplette Warenfluss ab. "Dadurch entsteht viel Kreuzungsverkehr und langsam aber sicher bekommen wir ein Platzproblem", erklärt Boog. Um das zu ändern soll nun auf der Westseite ein Neubau entstehen, in dem neben der Produktionstechnik auch ein Hochregallager untergebracht wird. Dadurch, so Boog, werde der Warenfluss "deutlich flüssiger und effizienter". Zudem verdoppele sich durch den Bau die Kapazität und damit langfristig auch die Produktion.Umsatzplus in Höhe von 25 Prozent Die Zahlen jedenfalls geben Anlass zu diesem Ausblick. Seit der Übernahme durch die Remmers Gruppe hat der Umsatz von 3H-Lacke um rund 25 Prozent auf derzeit 40 Millionen Euro zugelegt. Intern geht man für die Zukunft von einem Wachstum um bis zu 15 Prozent aus. "Aber das sind nur grobe Schätzungen", schränkt Dirk Sieverding, geschäftsführender Gesellschafter der Remmers Gruppe, ein. Gleichwohl sehe er "große Chancen" auf dem internationalen Markt - zumal der Exportanteil schon jetzt bei rund 50 Prozent liege und dadurch große Kunden erreicht würden. Auch darum habe man für die Investition den Hauptstandort Oetinghausen gewählt. "Hier sitzt das Know-How und hier haben wir gewachsene Strukturen. Zudem ist der Kreis Herford noch immer das Herzstück der Möbelindustrie." Das freut auch Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer. Bei einem Besuch begrüßte er die Arbeitsplatz- und Standort-Sicherung sowie die Modernisierung des Unternehmens. "Eine Investitions-Entscheidung für 20 Jahre in dieser schnelllebigen Zeit - das ist eine Ansage, über die man sich als Bürgermeister nur freuen kann", so das Gemeindeoberhaupt. Mitte nächsten Jahres soll der Bau stehen und - nach einer gewissen Anlaufzeit - spätestens Anfang 2017 voll ausgelastet sein.

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