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Rund 9.000 Quadratmeter erwarb jetzt die aus Kirgistan stammende Gemeinde Jesu Christi, um aus dem Homberghof ein Gemeindezentrum zu machen. - © FOTO: BITTNER
Rund 9.000 Quadratmeter erwarb jetzt die aus Kirgistan stammende Gemeinde Jesu Christi, um aus dem Homberghof ein Gemeindezentrum zu machen. | © FOTO: BITTNER

Herford Homberghof wechselt den Besitzer

Christliche Gemeinschaft kauft linke Gebäudehälfte

VON THOMAS HAGEN
20.06.2013 | Stand 19.06.2013, 17:04 Uhr

Herford. Im Immobilienfundus der Stadtverwaltung war der Homberghof in Falkendiek über lange Jahre ein Ladenhüter. Jetzt hat dem linke Gebäudetrakt der eigentliche stark renovierungsbedürftige Hof den Besitzer gewechselt.

"Wir haben diesen Gebäudeteil an die Gemeinde Jesu Christi verkauft", sagte Baudezernent Dr. Peter Böhm auf Nachfrage der NW. Die Übernahme des Hofes erfolgt allerdings erst in drei Monaten. Für den rechten Teil des Homberghofes gibt es nach Auskunft Böhms inzwischen ebenfalls einen Interessenten.

Viktor Resler, Mitglied im Gemeindevorstand, skizziert die Pläne: "Wir sind 80 Gemeindeglieder und wollen im Homberghof sowohl einen Gemeindesaal als auch Räume für unsere Jugendarbeit einrichten." Das soll zum größten Teil in Eigenleistung erfolgen. "Es ist eine große Aufgabe, deshalb würden wir uns über Unterstützung freuen", sagt Resler.

Noch im vergangenen Jahr hatte es die Überlegung gegeben, Asylbewerber aus dem Balkan in Wohncontainern auf dem Areal des Homberghofes unterzubringen. Die Idee wurde aber doch nicht umgesetzt.

Vor rund hundert Jahren erwarb der Erziehungsverein die ehemalige Schäferei des Eickhofs und baute den Hof durch die Einrichtung eines Fürsorgehauses und den Umbau der Scheunen zu einem landwirtschaftlichen Erziehungsheim für schulentlassene Jungen um.

Der Homberghof war landwirtschaftlich ausgerichtet und war lange Jahre Teil des Diakonieverbundes und der Evangelischen Jugendhilfe Schweicheln. Während des Zweiten Weltkrieges fungierte der Hof als Internierungslager für Gefangene, die in der Umgebung in landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten mussten. In den 1990er Jahren lebten dort mehr als einhundert Asylbewerber der verschiedensten Nationalitäten.

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