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Antoni Lada, Christoph Kühnapfel und Simon Baron (nicht im Bild) wollen das Capitol wieder beleben. - © FOTO: KIEL-STEINKAMP
Antoni Lada, Christoph Kühnapfel und Simon Baron (nicht im Bild) wollen das Capitol wieder beleben. | © FOTO: KIEL-STEINKAMP

HERFORD Film ab im Capitol

Drei Mitarbeiter haben Kino übernommen / Wiedereröffnung im August geplant

VON THOMAS HAGEN
26.03.2010 | Stand 25.03.2010, 20:11 Uhr

Herford. Im Oktober wurden die Projektoren im Capitol abgeschaltet, vom Sommer an sollen sie wieder Filme auf die Leinwände projizieren. Drei ehemalige Mitarbeiter haben sich dazu entschlossen, das Kino mit seinen vier Sälen und 470 Plätzen in Eigenregie zu betreiben. Der Mietvertrag ist unterschrieben, jetzt heißt es in die Hände spucken und loslegen, denn es gibt viel zu tun in und an dem Gebäude an der Elisabethstraße.

Es ist ein ambitionierter Plan, der mit hohem finanziellen Risiko einher geht, den der ehemalige Technische Leiter Antoni Lada (53), Serviceleiter Simon Baron (26) und Filmvorführer Christopher Kühnapfel (25) in ihrer Gesellschaft umsetzen wollen. Zukunftssichere digitale 3D-Technik soll eingebaut werden, um Filme wie "Alice im Wunderland" oder "Avatar" zeigen zu können. Die Umrüstung für Kinosaal 1 ist nicht unter 120.000 Euro zu haben. "Wir planen auf lange Sicht", sagt Lada. Das bedeute, dass die Renovierung Stück für Stück erfolgen werde. Kern ist die neue Technik mit modernsten Vorführgeräten und mit einer silberbeschichteten Leinwand (Lieferzeit 12 Wochen). Erst wenn sie hängt, kann der Kinobetrieb losgehen.

"Zuerst wird jetzt das Foyer erneuert. Wir reißen den unansehnlichen Teppichboden raus und verlegen einen modernen Belag. An den Wänden wird es Flachbildschirme geben. Und wir planen einen neuen Internet-Auftritt. Außerdem wird es einen Verkaufsthresen für Popcorn, Nachos und Getränke geben", sagt Christopher Kühnapfel. Manches aus der Tappe-Ära wird bleiben, Neues kommt hinzu. Wie etwa die Toilettenanlage. Stillgelegt wird die Bar in Kinosaal 1. "Das war ein Störfaktor", sagt Lada.

Derzeit stehen die drei Gesellschafter in Verhandlungen mit Finanzpartnern und Wirtschaftsförderern. Mit Hilfe von Familienangehörigen soll der Betrieb möglichst kostengünstig laufen. Die Renovierung übernehmen die drei Kino-Liebhaber zum größten Teil selbst. Dieter Wulfmeyer, Wirtschaftsförderer der Stadt, ist "positiv überrascht": "Wir werden sehen, ob wir unterstützend tätig werden können", sagte er gestern.

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