Tempo 30 gilt an Schulen, hier an der Diebrocker Straße, Kitas und vor Seniorenzentren. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Tempo 30 gilt an Schulen, hier an der Diebrocker Straße, Kitas und vor Seniorenzentren. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

NW Plus Logo Herford Auch heutige Vorfahrtsstraßen könnten Tempo-30-Zonen werden

Dafür muss sich die Stadt das gesamte Vorfahrtsstraßen-Netz ansehen, was sie auch tun will. Erste Überlegungen, auf einzelnen Vorfahrtsstraße das Tempo zu reduzieren, hat bereits zu Kontroversen geführt.

Corina Lass

Herford. Auf Vorfahrtsstraßen ist Tempo 30 aus rechtlichen Gründen allenfalls abschnittsweise möglich. Die Stadt wird darum jetzt das Netz dieser Straßen komplett überarbeiten und einzelne Straßen - nach Beschluss durch die Verkehrspolitiker - gegebenenfalls aus der Liste der Vorfahrtsstraßen herausnehmen. Hintergrund ist, dass die städtischen Möglichkeiten, Tempo 30 auf Herfords Straßen auszuweiten, nahezu erschöpft sind.

Der Sachstand

Die Verwaltung hat einen Übersichtsplan erstellt, in dem alle Tempo-30-Zonen verzeichnet sind, alle verkehrsberuhigten Bereiche, Fahrradstraßen, Tempo-30-Abschnitte auf Vorfahrtsstraßen, vereinzelte Straßen mit gefahren- oder straßenbaubedingtem 30er-Tempolimit sowie Fußgängerzonen. Zudem enthält die Karte die Ortstafeln und kennzeichnet die Gewerbegebiete. Denn nur innerhalb geschlossener Ortschaften und außerhalb von Gewerbegebieten sind Tempo-30-Zonen erlaubt.

Die Karte geht auf einen Beschluss der Verkehrspolitiker im Juni 2021 zurück: Die Verwaltung sollte prüfen, wo Tempo-30-Zonen erweitert und wo in Einzelfällen die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer begrenzt werden könnte. In einem ersten Schritt wurden dann einige Straßenzüge als Tempo-30-Zonen ausgewiesen. Das waren die Abtei- und die Elisabethstraße, die Komtur-, Kloster-, Triben-, Bügel- und Rennstraße, Löhrstraße und Kirchgasse, die Schillerstraße von der Goeben- bis zur Kurfürstenstraße sowie die Straße Am Bahndamm mit Luisen- und Schillerstraße, letztere bis zur Goebenstraße.

Nun will die Verwaltung prüfen, ob sie auf der Waltgeristraße am Nahversorgungszentrum Tempo 30 ausweisen kann. Zwei Discounter, eine Bäckerei, ein Blumenhändler und ein Drogeriemarkt sind dort ansässig. Auto- und Fußgängerverkehr hätten zugenommen, so die Stadt. Zudem könnte sie die Ortstafeln versetzen, um die geschlossene Ortschaft auszudehnen und Straßenzüge für Tempo-30-Zonen hinzuzugewinnen. Das steht derzeit aber nicht zur Debatte. Vielmehr will die Stadt einzelne Vorfahrtsstraßen und dann auch das gesamte Vorfahrtsstraßen-Netz ins Visier nehmen.

Zunächst geht es um die Straße Im Großen Vorwerk, die Straßen Am Hundebach und An der None von Am Hundebach bis Schwarzenmoorstraße, den Ortsieker Weg von An der None bis zur Bismarckstraße, gegebenenfalls bereits ab der Schwarzenmoorstraße, und die Straße Auf dem Dudel vom Ortsieker Weg bis Vorm Holzschlinge. Auch die Hochstraße von der Diebrocker bis zur Heidestraße, gegebenenfalls bis zur Engerstraße, der Kirschengarten von der Lockhauser bis zur Ahmser Straße sowie der Wellbrocker Weg stehen zur Diskussion.

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