0
Insgesamt fünf öffentliche Ladesäulen gibt es in Herford. - © Elena Ahler
Insgesamt fünf öffentliche Ladesäulen gibt es in Herford. | © Elena Ahler

Herford Es geht langsam voran: Drei neue E-Ladesäulen in Herford

Die Stadt Herford möchte die E-Mobilität voranbringen. Dafür setzt sie auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur und hat ein Verkehrskonzept Elektromobilität erarbeitet, um E-Mobilität in den Alltag der Bürger zu integrieren.

Elena Ahler
09.10.2019 | Stand 09.10.2019, 11:07 Uhr

Herford. Drei Akteure wollen die Elektromobilität den Herfordern näher bringen: die Stadt Herford baut gemeinsam mit den Stadtwerken sowie der Westfalen Weser Energie-Gruppe das Angebot an E-Ladesäulen aus. So gibt es nun insgesamt fünf öffentliche Ladesäulen für Elektroautos in der Stadt. Sie sollen auch einen Anreiz bieten, auf ein Elektroauto umzusteigen, denn die Verbreitung der Fahrzeuge gehe erst langsam voran. Betreiber geben sich optimistisch Im vergangenen Jahr vorgestellten E-Mobilitätskonzept geht die Stadt davon aus, dass der Bedarf an Ladestationen bis 2025 ansteige, mindestens würden 144 Ladesäulen gebraucht. Darunter seien sowohl öffentliche Säulen wie am Rathaus als auch private beispielsweise auf Privatgrundstücken und in Garagen. "Es bleibt die Frage, ob wir die Zahl erreichen. Das geht natürlich Hand in Hand mit der Anzahl zugelassener E-Autos. Dann wird auch das Interesse von Privatpersonen größer", sagt die Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Laetitia Müller. Ziel sei es, bis dahin ein funktionierendes Ladeinfrastrukturnetz auf die Beine zu stellen. In 2019 sind insgesamt drei neue Säulen hinzugekommen, sie stehen an der Schillerstraße in der Nähe vom Marta, Kleine Mauerstraße 3 und Unter den Linden 23. Bereits länger in Betrieb sind die E-Tankstelle am H2O und zentral auf dem Rathausplatz. Mit dem Angebot solle die Elektromobilität vorangebracht und CO2-Emissionen reduziert werden. Denn die öffentlichen Ladesäulen würden laut Betreiber komplett mit Ökostrom der Stadtwerke gespeist. Die Anbieter sind in Zugzwang Momentan gebe es sieben private E-Ladesäulen, die teilweise auch von der Öffentlichkeit genutzt werden dürfen. Sie stehen unter anderem bei Unternehmen wie den Stadtwerken selbst oder der Caritas. "Was die öffentlichen Ladesäulen betrifft sind wir gut im Zeitplan, obwohl es doch etwas länger gedauert hat als anvisiert. Für 2019 sind vier neue Ladesäulen angedacht gewesen. Drei haben wir nun in Betrieb genommen. Die vierte soll auf dem neuen Bildungscampus stehen. Wann das soweit ist, können wir allerdings noch nicht genau sagen", sagt Müller. Langsam steige auch die Anzahl der zugelassenen E-Autos in Herford. In 2019 seien knapp über 100 E-Fahrzeuge zugelassen, im Jahr davor waren es noch etwa 70. Die kommunalen Unternehmen geben sich dennoch optimistisch: "Es ist ja auch alles eine Frage des Preises", meint Uwe Lück von den Stadtwerken Herford. "E-Autos werden zukünftig erschwinglicher, denn die Anbieter sind in Zugzwang." Auch die Modellvielfalt werde zunehmen. Westfalen Weser Energie schätzt, dass sich Elektroautos bis 2020/2021 auf den Straßen durchsetzen werden. E-Ladesäule: So geht´s Drei der insgesamt fünf öffentlichen Ladesäulen gehören den Stadtwerken Herford, zwei der Westfalen Weser Energie. Die Ladestationen, an denen jeweils zwei Autos gleichzeitig geladen werden können, haben alle eine Leistung von 22 Kilowatt. Damit lasse sich ein Elektroauto in einer Stunde für eine Reichweite von etwa 100 Kilometern aufladen. Elektroautos mit dem EU-genormten Standardstecker Typ2 können hier tanken. Um die E-Tankstellen zu nutzen, brauchen Autofahrer eine App des Anbieters PlugSurfing. Nach einer einmaligen Registrierung werden dem Nutzer alle verfügbaren und in der Nähe befindlichen Ladestationen angezeigt. Über die App wird auch der Ladevorgang an der Säule gestartet und schließlich auch abgerechnet. Dafür muss eine Kreditkarte oder das PayPal-Konto hinterlegt werden. Ein Kilowatt koste momentan 38 Cent, sagt Frank Wohlgemuth von Westfalen Weser Netz.

realisiert durch evolver group