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Richtige Idee: Frank und Lilly Berghaus verkauften im Herforder Beachclub ausziehbare Aluminium-Halme als Ersatz für Plastikhalme. Fast 20 Stück dieser Alternatvien gingen über den Tresen. - © Peter Steinert
Richtige Idee: Frank und Lilly Berghaus verkauften im Herforder Beachclub ausziehbare Aluminium-Halme als Ersatz für Plastikhalme. Fast 20 Stück dieser Alternatvien gingen über den Tresen. | © Peter Steinert

Herford Letzter Tag: Herforder Aloha Beachclub hat jetzt zu

Der heiße Sommer hat Wirt Frank Berghaus und seinem Team eine gute Saison beschert. Doch nicht nur die vielen Besucher sorgten dafür, dass das Jahr 2019 für den Beachclub ein Erfolg wurde.

Peter Steinert
01.09.2019 | Stand 02.09.2019, 08:22 Uhr

Herford. Am Wochenende wollten es die Herforder noch einmal wissen und die letzten warmen Stunden im Freien genießen. Dementsprechend voll war es im Beachclub an der Werrestraße, wo am Freitagabend sämtliche Rekorde gebrochen wurden. Diesen Sonntag, 1. September, ist gegen 22 Uhr Schicht - und die Saison zu Ende. Fast 200 Stück zu je 5 Euro verkauft Beachclub-Wirt Frank Berghaus blickt aber nicht nur auf eine gut gelaufene Saison zurück, er darf sich auch über einen zusätzlichen Erfolg freuen. Als Alternative zum klassischen Trinkhalm aus Plastik verkaufte er Teleskop-Trinkhalme aus Aluminium (nw.de berichtete exklusiv). Die entwickelten sich zur echten Alternative, fast 200 Stück wurden zu je 5 Euro verkauft. Das Geld geht komplett an den Umweltschützer Diemo Niemann von der "Save Nemo Foundation", die gegen Plastikmüll in den Weltmeeren kämpft. Der Herforder hatte den ausziehbaren Teleskop-Halm entwickeln lassen, der wiederverwertbar und aus alten Cola-Dosen recycelt worden ist und der im Beachclub Ende Juli erstmals vorgestellt worden war. „Ein totaler Verzicht auf Plastik ist noch nicht möglich", sagt Wirtin Ramona Berghaus, die mit dem Thema Plastik kritisch umgeht. Die Pommes-Gabeln sind aus Holz, Plastik-Besteck ist ganz verschwunden. Die Bratwurst gibts im Brötchen. Altfette werden zu Bio-Diesel verarbeitet. Die Halme aus recycelten Coladosen sind der nächsten Schritt zum Schutz der Umwelt. Erlöse fließen zu 100 Prozent an die Save-Nemo-Foundation Die Erlöse durch den Verkauf der Aluminium-Halme fließen zu 100 Prozent an "Save Nemo", die mit diesen Geldern Korallen rettet. „Save Nemo hat in besonders betroffenen Gebieten in Asien feste Ankerpunkte für Boote direkt am Riff installiert und mit einer Boje gekennzeichnet. So können die Boote immer an der gleichen Boje befestigt werden und ein großer Teil des Riffes wird nicht zerstört", sagt Diemo Niemann. Der Naturschützer beteiligt sich seit 2016 an dem Herforder Projekt, das 2018 im Bereich "Lokales Umwelt- und Tierschutzprojekt aus NRW" bei der Google-Impact-Challenge gewonnen hatte. Während sich Diemo Niemann dem Umweltschutz widmen kann, wird Frank Berghaus den Beachclub abbauen und Buden, Bänke sowie Utensilien an seinem Bünder Stammsitz einlagern. Für die nächste Saison. Die beginnt am 13. Mai 2020 und endet am 6. September 2020.

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