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Der Kreisverkehr an Elverdisser Straße/Milser Straße/Auf der Helle mit den irritierenden Stop-Schildern soll wieder Kreuzung werden. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Der Kreisverkehr an Elverdisser Straße/Milser Straße/Auf der Helle mit den irritierenden Stop-Schildern soll wieder Kreuzung werden. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Warum der Kreis Herford einen Kreisverkehr durch eine Ampel ersetzt

Der Kreisel an der Elverdisser Straße soll wieder zur Kreuzung zurückgebaut werden. Vielen ist diese Lösung allerdings zu umständlich und zu teuer. Jetzt äußert sich der Kreis Herford zu Alternativen.

Lena Kley
12.08.2019 | Stand 11.08.2019, 15:52 Uhr

Herford. Im Herbst soll der Problemkreisel an der Kreuzung Elverdisser Straße/Milser Straße/Auf der Helle wieder zur Ampelkreuzung umgebaut werden, da es dort nach dem Umbau mehr Unfälle gab als noch zu Zeiten der Kreuzung. Der Rückbau des Kreisels stieß allerdings bei einigen Herfordern in sozialen Medien auf großes Unverständnis, die mehrere Alternativen zum Kreisel sinniger fanden. Auf Anfrage von nw.de äußert sich der Kreis Herford zu den Vorschlägen. Den Kreisel mit Bordstein versehen Facebook-Nutzer Falk Landmeyer hatte beispielsweise die Idee, die Kreis-Fläche, die bisher nur aufgemalt ist, einfach zu erhöhen. Denn die Unfälle hingen nach Angaben des Herforder Ordnungsamtes vermutlich damit zusammen, dass der Kreisel nicht den Normmaßen entspreche. So fahren manche Autofahrer nicht in den vorgezeichneten Kreis, sondern rasen einfach darüber hinweg. Den Kreisel einfach zu vergrößern, sei nach Angaben des Kreises Herford hingegen nicht möglich, da einige Eigentümer den erforderlichen Grund und Boden nicht verkaufen wollten. Bei einem Kreisel mit einem niedrigen Bordstein könne die Fläche aber nicht so einfach überfahren werden und das "schreckt so manchen flotten Fahrer womöglich etwas ab, sein Vehikel zügig über die Kante zu Steuern", so Landmeyer. Nach Angaben des Kreises Herfords sei dies grundsätzlich eine Möglichkeit, um die Unfallgefahr einzudämmen. In diesem speziellen Fall sei es aber keine Option, da nach Aussage des Landesbetriebes Straßenbau bei diesem Kreisel die Entwässerung dann nicht mehr gewährleistet wäre. Statt der Unfälle würde dann das Wasser zur Gefahr. Bremsschwellen statt Ampel Als andere Möglichkeit schlug NW-Leserin Christiane Rinke vor, Bremsschwellen – sogenannte schlafende Polizisten – dort einzubauen, wo jetzt die Stoppschilder sind. "Wenn dort diese Erhöhungen sind, sind die Autofahrer dazu gezwungen, langsamer zu fahren", sagt Rinke. Nach Aussage des Kreises Herford sollten aber schon die Stoppzeichen nur eine vorübergehende Lösung sein, um die Unfallgefahr erst mal einzudämmen. Als langfristige Lösung sei dies gar nicht angelegt gewesen – somit seien auch die schlafenden Polizisten von vorneherein keine Option gewesen. Zudem seien diese Bremsschwellen nur zur Geschwindigkeitsbegrenzung in verkehrsberuhigten Bereichen und Tempo-30-Zonen gedacht."Eine Installation außerhalb dieser Stellen, insbesondere auf Landstraßen, liefe sämtlichen Richtlinien verkehrsrechtlicher und baulicher Art zuwider", erklärt Julia Ollertz, Sprecherin des Kreises Herford.

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