Musical-AG KMG 2019
Branko (li.) wird bei den Uskoken von Zora (v.l.), Nicola, Pavle und Duro aufgenommen. - © Mareike Köstermeyer
Musical-AG KMG 2019
Branko (li.) wird bei den Uskoken von Zora (v.l.), Nicola, Pavle und Duro aufgenommen. | © Mareike Köstermeyer

Herford Wie durch die Rote Zora Gerechtigkeit ins Dorf einzieht

Musical-Aufführung: 75 Schülerinnen und Schüler aller Klassen beteiligen sich an der Aufführung des Königin-Mathilde-Gymnasiums. Haupt- und Nebenrollen begeistern das Publikum.

Mareike Köstermeyer
02.07.2019 | Stand 02.07.2019, 15:11 Uhr

Herford. Die warmen Temperaturen in der Aula des Königin-Mathilde-Gymnasiums (KMG) hatten das Publikum bereits gut auf den Spielort der „roten Zora" in Senj in Kroatien eingestimmt. Dorthin zieht es Branko, gespielt von Alina Hinkelmann, nach dem Tod seiner Mutter auf der Suche nach seinem Vater. Präsentiert wurde das Musical von der Musical-AG und dem Unterstufenchor des KMG. „In dem Stück steckt ein ganzes Schuljahr an Arbeit", sagt Sigrid Krome, die Leiterin der Musical-AG. „Schon direkt nach den Sommerferien treffen wir uns einmal in der Woche. Dann gibt es zunächst Schauspielworkshops und Trainings, bevor wir uns für ein Stück entscheiden", so Krome. Die rote Zora und Branko überzeugen mit Gesangssoli „Die rote Zora" war in diesem Jahr der Wunsch von Sigrid Unselt-Koch, die zusammen mit Christa Neumann das Dreamteam rund um Musical, Bühnenbild, Requisite und Kostüme komplettiert. „Sobald wir uns für ein Musical entschieden haben beginnen wir mit den Castings", erklärt Krome. "Die Schüler äußern dabei Präferenzen, aber letztendlich achten wir auch ein bisschen darauf, dass Rolle und Charakter in gewisser Weise zueinander passen. Und da einige Rollen auch Gesang beinhalten, spielt das Gesangstalent bei der Rollenvergabe auch eine Rolle." Insgesamt waren an der Aufführung rund 75 Jungen und Mädchen aus allen Klassen beteiligt. Die interessanten und detaillierten Bühnenbilder waren im vergangenen Schuljahr entstanden und machten die Vorstellung mit den überzeugenden Schauspielern zu einer runden Sache. Besonders die beiden Hauptrollen Zora, gespielt von Loreen Olfert, die aufgrund einer OP mit Krücken auf der Bühne stand, und Branko überzeugten mit tollen Gesangssolos. Doch auch die restlichen Uskoken Pavle (Zita Vicente), Duro (Sophia Schramm) und Nicola (Lea Ksionsko), der Karaman (Ermelinda Sahitaj) und der Bürgermeister (Ilya Stroh) als Bösewichte der Geschichte verkörperten ihre Rollen ausgezeichnet. Publikumslieblinge sind die schusseligen Polizisten Dordevic und Begovic Besondere Publikumslieblinge waren die beiden schusseligen Polizisten Dordevic, gespielt von Josephine Zabe, und Begovic, den Maruschka Tabea Barke spielte. Immer wieder brachte letztere das Publikum zum Lachen, wenn sie in ihrer Rolle zum Flachmann griff. Auch der Moral der Geschichte verliehen die Schüler zum Ende der Aufführung noch besonderen Ausdruck. Die Uskoken und ihre Freunde wollen den Bürgermeister und den Karaman davon zu überzeugen, dass die rote Zora und ihre Freunde nur klauen, weil sie vor Hunger und Durst keine andere Möglichkeit haben. Sie setzen sich für ein faireres Miteinander in der kleinen kroatischen Stadt ein. Und es gelingt ihnen sogar, die Zusammensetzung des Rates, der seither lediglich aus reichen Leuten bestanden hatte, zu revolutionieren, sodass sich in Zukunft jeder Bürger in den Rat wählen lassen kann. Es wird deutlich, dass die Gerechtigkeit im Endeffekt immer siegt, wenn man sich für eine gute Sache einsetzt.

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