DRK-Kindergarten: 77 Kinder sind ab sofort in der neuerbauten Kita Kunterbunt untergebracht. Das Erzieherteam betreut vier Grupen: eine U3-Gruppe, eine gemischte für 2 bis 6-Jährige und zwei Ü3-Gruppen. - © Anastasia von Fugler
DRK-Kindergarten: 77 Kinder sind ab sofort in der neuerbauten Kita Kunterbunt untergebracht. Das Erzieherteam betreut vier Grupen: eine U3-Gruppe, eine gemischte für 2 bis 6-Jährige und zwei Ü3-Gruppen. | © Anastasia von Fugler

Herford Wie die Stadt Herford die Betreuungsfrage löst

4.000 Kinder unter sechs Jahren leben in Herford und die Zahl nimmt stetig zu. Kitaplätze gibt es aber nur 2.430 und davon kommen 77 Kinder in die neu erbaute Kita Kunterbunt

Anastasia von Fugler
19.05.2019 | Stand 18.05.2019, 17:35 Uhr

Herford. Die Anmeldungen für das Kindergartenjahr 2019/20 liefen bereits im November und doch bleiben die Telefone beim Jugendamt nicht still. Immer wieder melden sich Eltern, die noch einen Betreuungsplatz für ihr Kind brauchen. Leichter gesagt als getan, denn auch in diesem Jahr wird es nach der Kindertagesstättenbedarfsplanung voraussichtlich zu Überbelegungen in Höhe von etwa 60 bis 80 Plätzen in den aktuell 36 Kindertageseinrichtungen kommen. Mit rund 4.000 Kindern unter sechs Jahren ist die Stadt Herford in Sachen Kinderbetreuung groß gefragt, und dennoch stehen hier ab August lediglich 2.430 Kindergartenplätze und 187 Kindertagespflegeplätze zur Verfügung. Die Prognose, dass Herford wächst und es mehr Familien mit kleinen Kindern gibt, war bereits 2016 der Grund, Ausbauplanungen an Kindertagesstätten anzugehen. Zunächst waren es 150 Plätze, die neu geschaffen werden sollten, zuletzt lagen die Zahlen bei rund 460 zusätzlichen Plätzen. Die erste war die DRK-Kita Kunterbunt Die erste Kita, die nach dieser Planung komplett neu gebaut wurde, ist die DRK-Kita Kunterbunt. Die Übergabe des Bauträgers und Eigentümers Wohn- und Wirtschafts-Service (WWS) an den Träger Deutsches Rotes Kreuz (DRK) wurde Donnerstag an der Eichenstraße 1, gefeiert. Im Juli 2018 hatten die Bauarbeiten begonnen und im April waren sie beendet. Auf dem etwa 900 Quadratmeter großen Grundstück wurden Wohnhäuser, in denen zuvor Briten gelebt hatten, hierfür abgerissen. Bürgermeister Tim Kähler lobte die schnelle, effiziente und vor allem im Budget gebliebene Arbeit des Bauträgers: „2,1 Millionen an Ausgaben waren geplant und 2,1 Millionen wurden ausgegeben. Das gibt es nicht oft auf dem Bau." Dass der Kostenrahmen eingehalten wurde, läge mitunter auch daran, dass dies ein Neubau sei. Bei Altbauten, die saniert oder angebaut werden, gäbe es öfter Schwierigkeiten, die zu Verzögerungen führten. In der Kita Kunterbunt können 77 Kinder auf vier Gruppen verteilt werden. Die Leitung hat Natalia Unruh. Sie war bis dato stellvertretende Kindergartenleiterin in der Kita Ottelau. Bauverzögerungen schieben die Kita-Eröffnung nach hinten 85 weitere Plätze sind in der Kita an der Amselstraße geplant. Diese sollte als Zweigstelle für den Markuskindergarten ebenfalls zum neuen Kindergartenjahr 19/20 fertiggestellt werden. Anmeldungen wurden bereits im Februar angenommen. Durch Bauverzögerungen wird die Kita jedoch erst 2020 in Betrieb genommen. Laut Jugendamt werden die Kinder, die dann auf den Platz angewiesen sind, in Übergangsgruppen an der Eichenstraße untergebracht. „Die Stadt Herford muss weiterhin in die Zukunft investieren", sagt der Bürgermeister. Und da die Nachfrage an Kindergartenplätzen immer noch so groß sei, käme ein weiterer Neubau auf dem Hammersmith Gelände in Frage, so Kähler. Weitere insgesamt 181 Plätze sind 2020/21 durch den Neubau einer Kita in Stedefreund, den Neubau am Westring und einer Kita-Erweiterung am Frieda-Nadig-Weg zu erwarten.

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