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Herford Archäologen finden Skelette an der Johanniskirche

Spuren aus dem Mittelalter: Die Archäologen wurden gerufen, als der Bagger bei Bauarbeiten Knochen zu Tage förderte. Sie entdeckten die ersten unversehrt erhalten gebliebenen Gräber des Friedhofs und mehr

Frank-Michael Kiel-Steinkamp
06.03.2019 | Stand 06.03.2019, 09:33 Uhr
Intakte Gräber entdeckt: Grabungshelfer Stefan Focht legt die Skelette frei und dokumentiert sie. Archäologe Sven Spiong und Pfarrer Johannes Beer mutmaßen über das Alter der Funde. An einem Versprung am Fundament der Kirche lässt sich ablesen, dass die Laufhöhe früher tiefer lag. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Intakte Gräber entdeckt: Grabungshelfer Stefan Focht legt die Skelette frei und dokumentiert sie. Archäologe Sven Spiong und Pfarrer Johannes Beer mutmaßen über das Alter der Funde. An einem Versprung am Fundament der Kirche lässt sich ablesen, dass die Laufhöhe früher tiefer lag. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Bauarbeiten an der Johanniskirche haben zu neuen Erkenntnissen über die Entwicklung der Herforder Neustadt in den vergangenen Jahrhunderten geführt. So geht der Leiter der Außenstelle Bielefeld von LWL-Archäologie für Westfalen, Sven Spiong, nun davon aus, dass die Johanniskirche im Mittelalter auf einer kleinen Anhöhe lag. Sollte es im "Archäologischen Fenster" an der Münsterkirche eine virtuelle Rekonstruktion der mittelalterlichen Stadt geben, könnte das berücksichtigt werden, meint Spiong.

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