Eröffnung: Bürgermeister Tim Kähler (v. l.), Fotograf Jürgen Escher und Mit-Initiator Hans Koch vor der Ausstellung "Mensch in Herford" im Rathaus - © Ralf Bittner
Eröffnung: Bürgermeister Tim Kähler (v. l.), Fotograf Jürgen Escher und Mit-Initiator Hans Koch vor der Ausstellung "Mensch in Herford" im Rathaus | © Ralf Bittner

Herford Fotos der Projektreihe „Mensch in Herford“ im Rathaus ausgestellt

Ziel ist es, Angst vor Zuwanderung abzubauen

Ralf Bittner
12.01.2019 | Stand 14.01.2019, 16:22 Uhr

Herford. "Hätte es in Herfords Geschichte nicht immer wieder Zuwanderung gegeben, wäre Herford nicht die Stadt, die sie heute ist", sagte Bürgermeister Tim Kähler bei der Eröffnung der Ausstellung zur Fotokampagne "Mensch in Herford". Die Fotografen Jürgen Escher und Philipp Külke hatten die Porträts von Herfordern mit ganz unterschiedlichen Wurzeln erstellt. "Die Bilder sollten Herforder Bürger, gerade auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, die Unsicherheit und Angst vor einer zunehmenden Zahl Geflüchteter in unserer Stadt nehmen", sagte Escher: "Mit einer Vielzahl großformatig porträtierter Personen wollten wir einen Denkanstoß dazu geben." Organisatorisch unterstützt wurden die Fotografen von Hans Koch und Katja Maas. Die breit angelegte Foto- und Plakatkampagne startete bereits im Herbst 2015 und wurde in der Folge mit zwei weiteren Kampagnenrunden 2016 ergänzt. 24 Menschen fotografiert Die Fotokampagne zeigt 24 Menschen und zielt auf die innere Haltung der Betrachter gegenüber Zugereisten. Allen 24 ist gemein, dass sie Geflüchtete oder Zugereiste sind und in Herford eine neue Heimat gefunden haben. Die knappen Bilduntertitel sorgen dabei für Irritationen. Der Betrachter kann erkennen, dass er schon immer in Herford von Flüchtlingen und Zugewanderten umgeben gewesen ist. Überhaupt seien die Menschen in Herford eine viel buntere Mischung als so mancher vermutet" sagte Escher. "In Herford leben Menschen aus mehr als 100 verschiedenen Nationen friedlich zusammen und bringen mit unterschiedlichen Ideen und Meinungen auch Innovationen in die Stadt", sagte Kähler, der als Schirmherr der Aktion froh ist, das nach vielen vorangegangenen Stationen die Aufnahmen jetzt im Rathaus zu sehen sind: "Ohne Zuwanderung und Austausch gibt es keine Entwicklung." "Die Bilder zeigen, dass wir uns in Herford alle - egal, wie lange wir schon in der Stadt leben - das Gleiche wünschen: Ein friedliches Miteinander", sagte Escher. Die Fotokampagne sei mit ihrer Aussage deshalb auch 2019 noch aktuell. Zu sehen ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Rathauses bis Ende Februar.

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