Die Hammersmith-Kasernen sollen künftig Studenten der FHF beherbergen. - © Peter Steinert
Die Hammersmith-Kasernen sollen künftig Studenten der FHF beherbergen. | © Peter Steinert

Herford Pläne sehen vor, die Kasernen-Gebäude aufzustocken

SEH-Pläne: Vor allem aus finanziellen Gründen will die Stadtentwicklungsgesellschaft aufstocken

Natalie Gottwald

Herford. Ursprünglich sollten die Pläne für eine alternative Umgestaltung der Mannschaftsgebäude der Hammersmith-Kaserne entlang der Vlothoer Straße gestern Abend im nicht öffentlichen Teil des Bauausschusses vorgestellt werden. Auf Anregung von Herbert Even (B90/Grüne) wurde die Vorstellung aber in den öffentlichen Teil vorgezogen. Es gehe hier schließlich um die Gestaltung des öffentlichen Raumes, so Evens Begründung. Maike Wöhler, Leiterin der Abteilung Stadtplanung, stellte die Planung vor. An drei Gebäuden sollen nach der Ausarbeitung der SEH die vorhandenen Dächer komplett entfernt und durch je ein Staffelgeschoss ersetzt werden. Das Ergebnis: Die Gebäude wären dann nicht mehr drei- sondern viergeschossig. In die drei Gebäude sollen dann bis spätestens 31. August 2020 die Studenten der Fachhochschule für Finanzen (FHF) einziehen. Bislang ist allerdings eine Dreistöckigkeit der Gebäude festgesetzt. Diese Beschränkung müsste der Stadtrat aufheben. Grund für die Planung ist die Wirtschaftlichkeit Grund für die Planung sei vor allem die Wirtschaftlichkeit, sagte Norbert Landshut, Geschäftsführer der SEH. "Wenn wir die drei Gebäude aufstocken, brauchen wir nur daran Vorgaben wie Barrierefreiheit, Fluchtwege oder Dämmung umsetzen und haben dennoch den nötigen Platz für die Studenten-Appartements." Eine Abwägung zwischen der verständlichen Motivation der SEH, die Kosten zu drücken und der städtebaulichen Vertretbarkeit sei hier angebracht, sagte Herbert Even. Dem stimmte auch Werner Seeger (CDU) zu. "Städtebaulich ist das ganz schwierig. Wenn man auf der einen Seite der Vlothoer Straße den liebevoll gestalteten Bereich hat und auf der anderen diese Klötze, besteht die Gefahr, dass man die Gesamtheit gefährdet." Herbert Even regte an, den Beschluss, der für die Aufstockung der Gebäude notwendig wäre, zu verschieben. Die eigentliche Abstimmung fand dann nicht öffentlich statt.

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