Friedrich Merz (l-r), Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn bei einer CDU-Regionalkonferenz. Die drei Politiker haben die größten Chancen neuer Chef oder neue Chefin der Partei CDU zu werden. - © dpa
Friedrich Merz (l-r), Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn bei einer CDU-Regionalkonferenz. Die drei Politiker haben die größten Chancen neuer Chef oder neue Chefin der Partei CDU zu werden. | © dpa

Kreis Herford Der Kreis Herford wählt Friedrich Merz

Merkel-Nachfolge: Drei Delegierte aus dem Kreis Herford fahren zum Bundesparteitag

Christina Römer

Kreis Herford. Wenn die CDU im Kreis Herford allein über ihren Bundesvorsitz entscheiden würde, dann wäre das Ergebnis einstimmig: Der Wittekindskreis wählt Friedrich Merz. Obwohl Katharina Hartwig aus Spenge noch nicht ganz so sicher wie ihre Parteikollegen ist. Die stellvertretende Kreisvorsitzende ist eine von drei Delegierten aus dem Kreis Herford, die am Freitag den Nachfolger oder die Nachfolgerin für Angela Merkel als Bundesvorsitzende der CDU wählen. Mit ihr fahren der Kreisvorsitzende Tim Ostermann und der Herforder Stadtverbandsvorsitzende Klaus Oehler zum Bundesparteitag. Die drei Delegierten wurden beim Kreisparteitag im September als Vertreter des Kreises für die Abstimmung ausgewählt. Insgesamt stimmen beim Bundesparteitag 1.001 Delegierte über Merkels Nachfolge an der CDU Spitze ab, die sich wohl zwischen Friedrich Merz, Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer entscheidet. "Am ehesten in der Lage die Wähler zurück zu holen" "Ich werde für Friedrich Merz stimmen", sagt Tim Ostermann. "Ich glaube, dass er am ehesten in der Lage ist, die Wähler zurückzuholen, die der CDU in den letzten Jahren verloren gegangen sind." Ostermann gefällt an Friedrich Merz, dass dieser das konservative Element der Partei mehr betont. "Und ich schätze seinen wirtschaftlichen Sachverstand." Immerhin komme Merz nicht direkt aus der Berufspolitik, sondern habe in den letzten Jahren in der Wirtschaft gearbeitet. "Das ist keine Entscheidung gegen die anderen Kandidaten, sondern für Merz", meint Ostermann, der allen Kandidaten zutraue die Partei zu führen. Auch Klaus Oehler hat sich festgelegt und wählt Friedrich Merz. "Wir brauchen eine Abgrenzung zwischen schwarz und rot", meint Oehler. In den Jahren der Koalition sei diese immer mehr verwischt worden. "Ich kann mir am besten vorstellen, dass Friedrich Merz das Profil der CDU schärft. Er bezieht am schärfsten Position, ohne dass er dabei nach rechts oder links abdriftet." Auch Oehler schätzt die anderen Kandidaten. "Ich freue mich, dass es einen Aufbruch in der Partei gibt, der mit der Wahl von Ralph Brinkhaus als Fraktionsvorsitzender begonnen hat." Katharina Hartwig favorisiert Merz, möchte aber erst die Vorstellungen der Kandidaten abwarten, um sich zu entscheiden. "Ich finde es sehr sympathisch, dass er bewiesen hat auch außerhalb der Politik gut arbeiten zu können und erfolgreich zu sein."

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