Aufsteller: Sie sollen nach den neuen Vorgaben nicht mehr erlaubt sein. Doch vor einer Verabschiedung der neuen Satzung sollen die Bürger in den Prozess eingebunden werden. - © NW
Aufsteller: Sie sollen nach den neuen Vorgaben nicht mehr erlaubt sein. Doch vor einer Verabschiedung der neuen Satzung sollen die Bürger in den Prozess eingebunden werden. | © NW

Herford Stadt will Werbeaufsteller in der Innenstadt verbieten

Bauausschuss: Er entscheidet heute über die Einführung. Danach haben auch die Bürger das Wort. Die Satzung würde wohl das Aus für Werbeaufsteller bedeuten

Herford. Die Stadt Herford plant eine Gestaltungssatzung für die Innenstadt. Der Entwurf liegt jetzt dem Bauausschuss vor, der am heutigen 6. Dezember darüber beraten wird. Auch die Bürger sollen danach in den Prozess eingebunden werden. Für die Verwaltung hätte eine Satzung einen großen Vorteil: Mit ihr kann sie vor Gericht durchsetzen, dass bei einer Neubebauung von Grundstücken - vor allem in der Fußgängerzone - die Gestaltung hochwertig und an Nachbarbebauung, also die gewachsene Bebauung, angepasst ist. Die Satzung enthält deshalb Festsetzungen zu der Gestaltung von Dächern, der Fassadengliederung sowie von Fenstern als auch von Markisen und Vordächern. Es geht auch um Werbung innerhalb der Stadt Und es geht auch um Werbung innerhalb der Stadt. Das Regelwerk beinhaltet darüber hinaus auch Festsetzungen zu der Lage, Größe, Form und Konstruktion von Werbeanlagen und Warenautomaten. Unter anderem sollen die Werbeaufsteller in der Innenstadt künftig nicht mehr erlaubt sein. Die Bewahrung und Erneuerung der historischen Innenstadt Herfords sei ein städtebauliches, kulturelles und gesellschaftliches Anliegen von hoher Bedeutung und stehe im Interesse der Allgemeinheit, heißt es in dem Antrag für den Bauausschuss. Das über die Jahrhunderte gewachsene Stadtbild verlange bei seiner zeitgemäßen Fortentwicklung Rücksicht auf den historischen Baubestand. Das Ziel der Werbe- und Gestaltungssatzung sei es, das historische Stadtbild mit seiner architektonischen Vielfalt zu bewahren als auch qualitativ zu verbessern. Gestaltungsleitlinie bildet Grundlage Grundlage für die Werbe- und Gestaltungssatzung bildet die Gestaltungsleitlinie der Hansestadt Herford aus dem Jahr 2015, die vom Büro Drees & Huesmann, erstellt wurde. Darüber hinaus gebe es auch die städtebaulichen Analysen zum Gestaltungshandbuch von Pesch und Partner aus dem Jahr 2001. Der Geltungsbereich der Gestaltungssatzung umfasst das Innenstadtgebiet mit einer Fläche von etwa neun Hektar - das sind 90.000 Quadratmeter.

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