Herford Schüler des Friedrichsgymnasiums lassen Stratosphärenballon steigen

Naturwissenschaften: Mit einem Stratosphärenballon betrieben sie Naturwissenschaft in äußerst luftiger Höhe

Herford. Um zu sehen, welchen Einfluss große Höhe auf verschiedenste Stoffe hat, konstruierten Schüler der Klasse 9b des Friedrichs-Gymnasiums einen Stratosphärenballon. Mit diesem Ballon sollten mehrere Experimenten durchgeführt werden. Hilfe erhielten die Gymnasiasten bei ihrem Projekt von der Bielefelder Firma Stratoflights und den Lehrern Andreas Taake und Ivo Brieden. An dem Ballon hatten die Schüler eine Woche lang im Rahmen ihrer Projektwoche gearbeitet. Angebracht waren mehrere Testobjekte. Mit einem Geigerzähler sollte die Strahlung gemessen, an einem Stück Moos Veränderungen festgestellt, mit einem Lautsprecher Aufnahmegerät gemacht und mit Fluorescin der Leuchteffekt beobachtet werden. Der Ballon platzte nach zweieinhalb Stunden „Die Schüler hatten sich das meiste selber ausgedacht. Vorgabe von Stratoflights war nur der Ballon und der Fallschirm", sagte Mathematik- und Physik-Lehrer Taake. Die Mitarbeiter der Firma verdeutlichten den Schülern, wie sich die natürlichen Verhältnisse mit steigender Höhe ändern. „Wir haben den Schülern erklärt, warum die Strahlung dort oben höher ist oder wie stark die Temperatur sinkt", sagt Tobias Lohf, Mitarbeiter der Firma Stratoflights. Finanziert wurde das Projekt von „ExperiMINT". Der Verein fördert die berufliche Orientierung von Schülern im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Nach dem Start in Herford schoss der Ballon zunächst pfeilgerade in die Höhe und nahm dann Kurs Richtung Süden, östlich an Detmold vorbei über Bad Driburg und Warburg bis nach Hessen. Etwa zweieinhalb Stunden war der Flug vorbei. Der Ballon platzte, die Experimente-Box landete sicher nahe Kassel. Die Messwerte waren im Unterricht mit viel Erfolg ausgewertet worden. Das Moos und das Fluorescin wurden anschließend eingefroren vorgefunden, während der Ton des Lautsprechers immer leiser geworden war. Besonders stolz kann das Gymnasium darauf sein, dass die genaue Flugroute des Ballons schon bald in 3D auf der Schulwebsite zu finden sein soll. „Es wird auch ein Video über den Flug geben, aber das nimmt noch ein wenig Zeit in Anspruch", sagte Chemie- und Informatik-Lehrer Ivo Brieden. Auch am Tag der offenen Tür werden die Ergebnisse ausgestellt.

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