Großartig: Marianna Große aus der Jahrgangsstufe Q 1 beeindruckte Mitschüler und Gäste mit einer Vorführung auf dem Kunstrad. In der Bildmitte sitzen staunend Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Bürgermeister Tim Kähler. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Großartig: Marianna Große aus der Jahrgangsstufe Q 1 beeindruckte Mitschüler und Gäste mit einer Vorführung auf dem Kunstrad. In der Bildmitte sitzen staunend Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Bürgermeister Tim Kähler. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford 550.000 Euro für das Königin-Mathilde-Gymnasium

Königin-Mathilde-Gymnasium: Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl übergibt Bewilligungsbescheid über 550.000 Euro für Kraft- und Koordinationsräume

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Das Königin-Mathilde-Gymnasium ist im Verbund mit zwei Bielefelder Schulen Sportschule des Landes Nordrhein-Westfalen. Hier werden junge Spitzensportler nach ihren besonderen Bedürfnissen gefördert - insbesondere wird ihnen durch Flexibilität in Stundenplan und Klausurphasen ermöglicht, den Unterricht und das Training unter einen Hut zu bekommen. Bis Ende nächsten Jahres baut die Stadt als Anbau zur Turnhalle einen Kraft- und einen Koordinationsraum, die den sportlichen Talenten manchen zeitraubenden Weg nach auswärts ersparen sollen. Das Projekt kostet einschließlich Geräteausstattung 687.000 Euro. 550.000 Euro gibt das Land als Zuschuss. Den Bewilligungsbescheid überbrachte gestern Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. Sie ist Leiterin der zwischen Kommunen und Ministerien geschalteten Bezirksregierung in Detmold. Schulleiter Erhard Kirchhof sprach seinen Dank an Stadt und Land aus: "Jetzt können wir den Titel Sportschule mit noch mehr Leben füllen." Er erinnerte an die ursprünglich lateinische Redewendung "In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist" und schlug so den Bogen vom Anbau für den Sport zum An- und Umbau für den naturwissenschaftlichen Unterricht, der schon begonnen hat, aber erst nach den Trainingsräumen abgeschlossen sein wird. Bürgermeister Tim Kähler dankte dem Land für seine Unterstützung Bürgermeister Tim Kähler dankte dem Land für seine Unterstützung, denn auch beim sportlichen Erfolg gehörten zum Talent die passenden Rahmenbedingungen. Er hob hervor, dass im Sport erlangte Fähigkeiten wie Teamarbeit auch im übrigen Leben angewendet werden können. Marianne Thomann-Stahl erinnerte daran, dass der Bau mit Steuergeldern, die "eure Eltern verdient haben", errichtet werde. Sie sagte aber auch an die Schüler gerichtet: "Ihr habt euch die Räume selbst verdient. Das Geld gibt es nur, weil ihr für euren Erfolg trainiert habt." Sie hob auch das Engagement der Lehrkräfte hervor. Der Regierungspräsidentin wurde in der Sporthalle eine halbstündige Vorführung aus Breiten- und Spitzensport geboten. Die Turnerinnen der 8. Klasse zeigten atemberaubende Akrobatik, der Tanzkurs der Abiturientinnen bot einen flotten Jazztanz und besonderen Applaus bekam Marianne Große mit ihrer rasanten Kunstrad-Einlage. Die Schule setzt auf die Zusammenarbeit mit Partnervereinen, die den Lehrern für Sportarten wie Fußball, Fechten, Reiten und Judo Trainer an die Seite stellen. So können Klassen im Sportunterricht geteilt werden. Das KMG hat bisher drei Sportklassen mit je 30 Schülern. Wenn die Räume fertiggestellt sind, wird es schon eine mehr sein. Bleibt festzustellen, dass der Sport nur ein Schwerpunkt der Schule und besonderes sportliches Talent keine Voraussetzung für eine erfolgreiche Schulkarriere ist.

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