Aus frischen Zutaten: Die Köche Heino Pohlmann und Hans-Jörg Dunker freuen sich mit Barbara Firidin und Christel Höhna vom Mittagstisch auf die Kulinarische Woche. Dieses dekorative Gemüse war Dekoration in einem Erntedank-Gottesdienst. Foto: Kiel-Steinkamp - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Aus frischen Zutaten: Die Köche Heino Pohlmann und Hans-Jörg Dunker freuen sich mit Barbara Firidin und Christel Höhna vom Mittagstisch auf die Kulinarische Woche. Dieses dekorative Gemüse war Dekoration in einem Erntedank-Gottesdienst. Foto: Kiel-Steinkamp | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Kulinarische Woche für Bedürftige in Herford

Herforder Mittagstisch: Ab kommenden Montag werden an sieben Tagen Herforder Köche besonders leckere Mahlzeiten für die Gäste zubereiten

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. In der kommenden Woche und am darauffolgenden Dienstag und Donnerstag dürfen die Gäste des Herforder Mittagstisches an der Hermannstraße ganz besondere Gaumenfreuden erwarten. Es ist wieder die alljährliche Kulinarische Woche, in der Herforder Köche die Mahlzeiten selbst und auf eigene Kosten zubereiten und ausgeben. „Die Gäste freuen sich schon und fragen seit Wochen, wann es soweit ist", sagt Mittagstisch-Chefin Barbara Firidin. Inzwischen bedanken sich viele persönlich „Die Bedürftigen können sich aus eigener Tasche kein Essen in einem Restaurant leisten." In den ersten Jahren habe es noch eine gewisse Scheu der Gäste vor den Inhabern der Gastronomiebetriebe gegeben, sagt Firidin. Inzwischen bedanken sich viele persönlich. Dieser Kontakt ist auch den Köchen wichtig, sagt der Inhaber des Restaurants Steinmeyer am Stuckenberg, Heino Pohlmann: „Es ist gut, wenn wir einmal im Jahr etwas Gutes tun für die, die es besonders nötig haben." Zu den Mahlzeiten, die zwischen 12.30 und 13.30 Uhr von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern am Tisch serviert werden, kommen derzeit zwischen 50 und 60 Gäste im Alter zwischen 20 und über 80 Jahren. Sie müssen von Hartz IV oder einer schmalen Rente leben. Die Bedürftigkeit wird beim Herforder Mittagstisch nicht geprüft. „Derzeit ist es bei uns recht voll. Ich habe aber noch nicht erlebt, dass sich jemand mit an den Tisch setzt, der es nicht nötig hat", sagt Barbara Firidin. Für eine Mahlzeit bezahlen die Gäste einen symbolischen Preis von einem Euro. Der Mittagstisch finanziert sich zu 90 Prozent aus Spenden, die die 8.000 Euro Betriebskosten im Monat decken müssen.

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