Wird abgerissen: Kommende Woche beginnen die Arbeiten. Umleitungen werden ausgeschildert. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Wird abgerissen: Kommende Woche beginnen die Arbeiten. Umleitungen werden ausgeschildert. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Schillerbrücke ab Donnerstag gesperrt

Sperrung: Die Arbeiten für den Abbruch des Bauwerks beginnen

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford (nw). Die Zugänge zur Behelfsbrücke für Fußgänger, die im letzten November zwischen Wilhelmsplatz und Marta-Viertel über die Aa gespannt wurde, sind noch gesperrt und schon von Unkraut überwuchert. Der Abriss der maroden Schillerbrücke hat sich immer wieder verzögert, doch in der nächsten Woche soll es nun tatsächlich losgehen, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Die Schillerbrücke wird ab heute, 13. September, für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. In der kommenden Woche beginnen dann die vorbereitenden Arbeiten für den Abbruch der Brücke und für den Neubau, so beispielsweise die Sicherung eines nahe der Brücke gelegenen Gebäudes gegen das Abrutschen. Die von der Stadt beauftragte Firma Wilhelm Scheidt plant die Fertigstellung der neuen Brücke und damit die Freigabe der Schillerstraße im Frühjahr 2020. So kann sie erst im übernächsten Jahr wieder als Umleitung eingerichtet werden, wenn die Osterkirmes Auf der Freiheit gefeiert wird. Durch die Vollsperrung kann der Verkehr nicht mehr wie bisher von der Goebenstraße kommend zum Wilhelmsplatz und zur Augustastraße fahren. Diese beiden Straßen sowie die Schillerstraße südlich der Aa können durch die Sperrung nur vom Innenstadtring (Berliner Straße beziehungsweise „Auf der Freiheit"/L 712) erreicht und dorthin wieder verlassen werden. Die bisherigen Verkehrsbeschränkungen an der Schillerstraße werden dazu aufgehoben. Eine Umleitung wird an der Goebenstraße beginnend am Bahnhof vorbei zum Innenstadtring „Auf der Freiheit" ausgeschildert. Fußgänger und Radfahrer können die Aa über eine bereits aufgebaute und bis dahin freigegebene Ersatzbrücke queren.Bis 2011 war die Schillerbrücke in beide Richtungen auf ganzer Straßenbreite befahrbar. Dann war damit Schluss. Baudezernent Peter Böhm erklärte seinerzeit die Jahrzehnte zuvor gebaute Verbreiterung der Brücke zum Problemfall. Hier seien Korrosionsschäden festgestellt worden. Das eigentliche, 1931 errichtete Brückenbauwerk, könne noch einige Jahre genutzt werden und müsse dann auch ersetzt werden. Die Durchfahrt für Fahrzeuge wurde dennoch auf eine Richtung eingeschränkt, weil Teile der Fahrbahn jetzt für Fußgänger abgeteilt werden mussten. Die neue Brücke soll mit 22,50 Metern breiter als der Vorgängerbau sein. Fahrbahn, Radweg und Bürgersteig werden in einer Ebene gebaut. Der den Kraftfahrzeugen zugedachte Bereich wird durch Poller abgesetzt. Ein Balkon über dem Aa-Ufer soll einem Teil der Brücke Aufenthaltsqualität geben. Geplant sind hier auch Sitzgelegenheiten. Der Umbau des Wilhelmsplatzes kommt unterdessen voran. Der neue Straßenraum wurde in Teilen gepflastert.

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