Alexa Grünhagel: Die Fotodesignerin lebt in Herford und lenkt mit knalligen Farben den Blick auf Bekanntes. Fotos: ralf bittner - © ralf bittner
Alexa Grünhagel: Die Fotodesignerin lebt in Herford und lenkt mit knalligen Farben den Blick auf Bekanntes. Fotos: ralf bittner | © ralf bittner

Herford Alexas buntes Herford

Ausstellung: Foto-Designerin Alexa Grünhagel zeigt im Elsbach-Haus an der Goebenstraße Herford, so wie sie es sieht, in kräftigen Farben. Motive sind Denkmäler, Skulpturen oder markante Gebäude

Ralf Bittner

Herford. "Ich lebe seit 2004 in Herford", sagt die selbstständige Werbefotografin und Designerin Alexa Grünhagel, die jetzt eine Serie von rund 30 digital verfremdeten Herford-Motiven im Elsbach- Haus, Goebenstraße 3-7, zeigt. "The Art of Herford - Herford wird bunter", nennt sie die Ausstellung, die sie als Hommage an ihre Wahlheimat verstanden wissen möchte. "Denkmäler, Skulpturen, Häuser oder andere markante Objekte, die einerseits das Herford-Bild ausmachen, andererseits im Alltag oft übersehen werden, sind meine Motive", sagt die 1976 in Gütersloh geborene Grünhagel, die an der Fachhochschule Bielefeld Fotodesign studierte. "Mit Farbverfremdungen und dem Einsatz diverser digitaler Verfremdungswerkzeuge, die den Motiven einen weicheren, fast malerischen Charakter verleihen, möchte ich die Menschen dazu animieren, einen Blick auf ihr Herford zu werfen", sagt sie: "Und sie dürfen ruhig ein wenig nach Pop-Art aussehen." Damit die Farben richtig zur Geltung kommen, hat Grünhagel ihre Bilder, die auch mal schrill sein dürfen, auf Alu Dibond im Format 50 mal 50 Zentimeter vergrößert. Unter ihren Motiven sind Elisabeth- und Schillerbüste ebenso wie das Marta oder Ansichten vom Metallrecycler Wachtmann. Ergänzt werden Fotografien von Lichtskulpturen der "Plastic-Light"-Serie. Von innen mit LED-Technik beleuchtete Kunststoffhände in verschiedenen Farben greifen in die Luft. "Die Objekte können einzeln oder in Gruppen angeordnet sein", sagt Grünhagel. Auf dem Boden liegt eine Stahlplatte mit mehr als 100 fest montierten Händen darauf. "Die Installation ist stabil genug, um darauf ein Auto präsentieren zu können", sagte die Designerin, die ein ihrem Beruf Kunst und Werbung vereint und in der Gestaltung mögliche Anwendungen gleich mitdenkt. Die Ausstellung ist bis zum 1. November im Elsbach-Haus zu sehen. www.alexa-foto.com

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