Urlaubs-Feeling im Hintergrund: Die Vorstandsvorsitzende der Ahlers AG Stella Ahlers und Marketing-Geschäftsführer Götz Borchert präsentieren die verschiedenen Ahlers-Marken auf der CPD in Düsseldorf. Jede der Ahlers-Marken wie Pierre Cardin, Pioneer, Baldessarini oder Otto Kern hat ein ganz eigenes Profil, das bewusst geschärft wird. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Urlaubs-Feeling im Hintergrund: Die Vorstandsvorsitzende der Ahlers AG Stella Ahlers und Marketing-Geschäftsführer Götz Borchert präsentieren die verschiedenen Ahlers-Marken auf der CPD in Düsseldorf. Jede der Ahlers-Marken wie Pierre Cardin, Pioneer, Baldessarini oder Otto Kern hat ein ganz eigenes Profil, das bewusst geschärft wird. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford/Düsseldorf Herforder Unternehmen präsentieren sich auf der Modemesse

In Düsseldorf zeigen Brax/Leineweber, Bugatti und die Marken der Ahlers AG, was Herren und Damen im Sommer 2019 tragen

Herford/Düsseldorf. Farbenfroh, leicht und flexibel - in diesen drei Worten lassen sich die Auftritte der Herforder Modemacher bei der Collection Premiere Düsseldorf (CPD) gut beschreiben. Bei über 30 Grad in der Landeshauptstadt stehen die Zeichen nicht nur in den Showrooms der drei beteiligten Herforder Unternehmen Leineweber GmbH & Co KG, Ahlers AG und Bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co. KG auf Sommer. Aber nicht auf Sommer 2018. Die Trends für die warme Jahreszeit 2019 sind das Thema. "Und wer kann uns jetzt sagen, ob der wieder so rekordverdächtig wird?" Marc Freyberg, Unternehmenssprecher von Brax/Leineweber berichtet von zwei Prozent Minus in der Modebranche in Deutschland. Und ein Grund sei, dass die Geschäfte mit der so genannten Übergangsmode wie dünneren Jacken oder Westen aufgrund des fast ausgebliebenen Frühlings nicht so gut gelaufen seien. Leuchtende Farben spielen eine Hauptrolle Brax allerdings kann dennoch ein Umsatzplus von 3,2 Prozent für das erste Halbjahr 2018 verzeichnen. Dem Onlineverkauf und dem internationalen Geschäft - vor allem bei Herren-Hosen - sei das zu verdanken. Für den Sommer 2019 setzt Brax auf Leinen. Ob knöchellange, am Bein weit geschnittene Culottes, farbige Chinos für Sie und Ihn oder Polohemden mit optischen Anleihen bei den Tennismarken der 90er Jahre - klare, leuchtende Farben spielen eine Hauptrolle. "Vor allem Rottöne sind stark im Kommen", sagt Freyberg. Der zweitstärkste Exportmarkt von Bugatti ist - nach Italien - mittlerweile wieder Russland. Es sei gut, dass dieser Markt wieder angezogen habe, sagt Tanja Bobel von der Unternehmenskommunikation. Im Showroom präsentiert Bugatti nicht nur die eigenen Kompetenzen wie Sakkos, Hemden, Jacken, Mäntel und Hosen sondern auch ergänzende Mode und Accessoires der insgesamt 14 Lizenzpartner. Vertreten sind Socken, Hosenträger, Krawatten oder Frottierwaren. "Die Marke ist zunehmend wichtig in Zeiten des Internets mit Onlinehandel und Social Media", sagt Bugatti-Junior-Chef Julius Brinkmann (34). "Wir wollen ganze Lifestyle-Welten anbieten, Emotionen, ein Lebensgefühl. Und für die Markenausrichtung sind die Partner da sehr hilfreich." Mit ihren Eigenmarken Baldessarini, Otto Kern, Pierre Cardin und Pioneer setzt auch die Ahlers AG auf den genauen Zuschnitt der Mode auf die so genannten Stilgruppen. Übergreifend sei heute der Anspruch, zeitgemäß auszusehen, die Übergänge seien da fließend, sagt die Vorstandsvorsitzende der Ahlers AG, Stella Ahlers. "Nur bei der Passform bleiben natürlich die Unterschiede bei den verschiedenen Altersklassen." Leichte Materialien und florale Muster bei Ahlers Tunnelzughosen aus leichten Materialien, farbintensive Hemden und Poloshirts, florale Muster sowie sportliche Sakkos aus hochwertigen Sweat-Materialien haben die Ahlers-Marken für 2019 unter anderem vorgesehen, um die Kauflust ihrer Kunden zu wecken. Kritisch sieht Stella Ahlers den Trend, dass die neuen Kollektionen immer früher in den Handel kommen. "Die Tatsache, dass Mitte August schon Winterware in die Läden kommt oder dass bereits im März Poloshirts angeboten werden, ist für unsere Hauptkundengruppe schwierig", sagt sie. "Gerade Männer sind klassische Bedarfskunden. Sie kaufen sich Kleidung nicht im Vorgriff auf eine Jahreszeit, sondern, wenn sie sie brauchen."

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