Entwurf für die Wentworth-Fläche: Der Plan zeigt eine begrünte Nord-Süd-Achse. - © Stadt Herford
Entwurf für die Wentworth-Fläche: Der Plan zeigt eine begrünte Nord-Süd-Achse. | © Stadt Herford

Herford Pläne zur Wentworth-Kaserne: Diese Sorgen haben Anlieger

Bürgeranhörung: Anwohner befürchten Zunahme des Verkehrs auf der Vlothoer Straße. Ein Parkhaus soll dem Bebauungsplangebiet den Parkdruck nehmen

Corina Lass

Herford. Gerade mal zehn Anlieger waren am Mittwoch ins Technische Rathaus gekommen, um sich über den Entwurf des Bebauungsplans Vlothoer Straße-Süd/Wentworth-Kaserne zu informieren. Unter anderem durch eine Bebauung der Sportflächen auf den ehemaligen britischen Militärflächen soll das Campus-Gelände erweitert werden. Geplant ist demnach, die Erschließung über eine begrünte Nord-Süd-Achse, die im Norden zugleich Übergang zum Hammersmith-Gelände werden soll (die NW berichtete). Sowohl an der Vlothoer Straße, als auch an der Stadtholzstraße sind Kreisverkehre vorgesehen. Sie sind Grund zur Hoffnung, wie bei der Bürgeranhörung deutlich wurde: Seit die Briten weg seien, habe der Verkehr eher zu- als abgenommen. Und ein Ende sei nicht in Sicht, sagte ein Anlieger. Er hofft, dass durch den Kreisverkehr im Eingangsbereich zur Wentworth-Kaserne der Verkehr entschleunigt wird. Das ist auch für die Verwaltung ein Aspekt. Sie hat aber auch noch den Ausbau der Vlothoer Straße auf ihrem Arbeitszettel. Kreisverkehr im Übergang Vlothoer Straße/Schumannstraße Tatsächlich ist derzeit noch ein weiterer Kreisverkehr im Übergang der Vlothoer Straße/Schumannstraße geplant. In allen Fällen müssten aber Verkehrsfachleute drauf gucken, ob das sinnvoll sei, sagte Maike Wöhler, Stadtentwicklerin im Baudezernat. Die Nord-Süd-Achse soll unmittelbar hinter der Einfahrt von der Vlothoer Straße links ein Parkhaus für 250 bis 300 Fahrzeuge bekommen. Geradeaus fahren Autofahrer auf einen kleinen Park zu, in dem Mitarbeiter der benachbarten Büros beispielsweise ihre Mittagspause machen könnten. Ein weiteres Parkhaus könnte irgendwann einmal südlich der nördlichen Bebauung der Stadtholzstraße und südlich des Mary-Somerville-Boulevards entstehen, sagte Wöhler. Im weiteren Verlauf der Nord-Süd-Achse in Richtung Stadtholzstraße im Süden soll auf der jetzigen Sportfläche ein Sondernutzungsgebiet mit dem Zweck Bildungscampus entstehen. Dort ist die Ansiedlung öffentlicher und privater Bildungsträger geplant. Anregung für ein Fahrradparkhaus Büros, Dienstleistungsunternehmen und Einrichtungen zur Unterbringung von Menschen könnten dort entstehen. Beherbergungsbetriebe und Gastronomie wären dort ebenfalls möglich. Einzelhandel oder eine reine Wohnnutzung sind dort aber nicht vorgesehen. Dabei soll die Traufhöhe der Gebäude die der denkmalgeschützten Häuser an der Vlothoer Straße nicht überschreiten. Die drei großen Wohnblocks an der Vlothoer Straße sind für nicht störende Gewerbebetriebe vorgesehen, beispielsweise Unternehmen in der Gründungsphase, gemeinnützige oder öffentliche Einrichtungen. Zwischen den beiden ganz im Westen gelegenen Gebäuden ist ein Fuß-/ Radweg vorgesehen, der auf die Schumannstraße zuläuft. Von einer Anliegerin kam die Anregung für ein Fahrrad-Parkhaus: Es gebe immer mehr E-Bikes, die seien immer schwerer, sagte sie. Damit ist dann auch der Weg auf den Stiftberg gut machbar, sagte Wöhler. Sie nahm die Idee mit in die weitere Planung. Ab heute und bis einschließlich Freitag, 3. August, sind die Planunterlagen in einem Schaukasten der Abteilung Stadtplanung, Grünflächen und Geodaten im zweiten Obergeschoss des technischen Rathauses ausgelegt. Dabei besteht die Möglichkeit, sich über die Planung zu informieren, Stellungnahmen und Anregungen abzugeben. Fragen zum Bebauungsplan beantwortet Ann-Christine Maasberg nach Absprache unter Tel. (0 52 21) 1 89 44 33. Die Unterlagen sind auch online aufrufbar.

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