Mindestens 28 Tage muss das Fleisch in der Reifekammer bleiben. Auch wenn der Eröffnungstermin seines Restaurants „Steakhouse Alte Färberei" noch nicht feststeht – Qualität will er von Beginn an liefern. - © Ralf Bittner
Mindestens 28 Tage muss das Fleisch in der Reifekammer bleiben. Auch wenn der Eröffnungstermin seines Restaurants „Steakhouse Alte Färberei" noch nicht feststeht – Qualität will er von Beginn an liefern. | © Ralf Bittner

Herford Nach dem Aus von "Rancho Grande": Neues Steakhaus öffnet bald

Umbau läuft: Mehr als 20 Jahre gab es im „Rancho Grande“ Steaks. In einigen Wochen soll in den völlig neu gestalteten Räumen das Steakhouse „Alte Färberei“ eröffnen

Ralf Bittner

Herford. „Der Umfang der nötigen Umbauarbeiten war doch größer als gedacht", sagt Carsten Jung, der derzeit mitten in den Renovierungsarbeiten in den Räumen des früheren Steakhauses „Rancho Grande" steckt. „Steakhouse Alte Färberei" soll sein Restaurant heißen. Der Eröffnungstermin steht noch nicht fest, einige Wochen werde es aber noch dauern, so Jung. „Der Name bezieht sich auf die frühere Nutzung des Hauses", sagt der Inhaber, der den Innenraum so umgestaltet, dass die Vergangenheit des Gebäudes als Blaufärberei wenigstens ansatzweise wieder erkennbar wird. Größer und heller werde der Gastraum werden, was durch die Reduzierung der Sitzplätze von 100 auf 86 und durch eine offenere Gestaltung in helleren Farben erreicht werden soll. Angeboten werden Dry-Aged-Steaks, die auf dem Indoor Haja-Tec-Holzkohlegrill zubereitet werden. Salate, leichte und vegetarische Kost werden das Angebot ergänzen. Ein Mittagstisch mit Buffet ergänzt das Angebot auf der Karte. Auch an Eintopfangebote für Senioren denkt er. Selbstverständlich werde das Restaurant im Zuge der Neugestaltung komplett barrierefrei – von überbreiten Türen bis zum ebenerdigen Zugang. Gestaltung soll Charakter des Hauses aufnehmen Zentral ist für Inhaber Jung, gelernter Metzger, die Qualität des Fleisches. Das soll von Rindern von Höfen, deren Betreiber er kennt, aus der Region oder dem Münsterland kommen. So weit es geht, wolle er bei jedem Schritt der Verarbeitung dabei sein. Die Eröffnung eines eigenen Steakhauses sei lange sein Traum gewesen. Aber eine Chance für so etwas gibt es nur an einem geeigneten innerstädtischen Standort, den er in Herford gefunden zu haben glaubt. Das von ihm zubereitete Fleisch soll aus der eigenen Salzkristall-Reifekammer kommen. „Das Salz entzieht dem Fleisch Wasser und fügt Aroma hinzu", erklärt er. Mindestens 28 Tage dauere dieser Prozess. Das erste Fleisch reift schon in der Kammer Auch wenn der genaue Eröffnungstermin noch offen ist, ist das erste Fleisch bereits in der Reifekammer. „Ich will von Anfang an das hier gereifte Fleisch anbieten", sagt Carsten Jung. In der Anfangszeit wird es nur Plätze im Innenbereich geben. Ob und in welchem Umfang er Außengastronomie anbieten werde, hänge auch von der zukünftigen Gestaltung des Bereiches Münsterkirchplatz/ Ecke Auf der Freiheit mit dem dort geplanten „Archäologischen Fenster" ab: „Dort eine Außengastronomie anzubieten, würde mich schon reizen", sagt Jung.

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