Debatte: Die Jugendlichen aus zehn Ländern diskutierten in Toulouse die "Zukunft der Mobilität". - © Stadt Herford
Debatte: Die Jugendlichen aus zehn Ländern diskutierten in Toulouse die "Zukunft der Mobilität". | © Stadt Herford

Herford/Toulouse Herforder spricht vor Europas größter Wissenschaftskonferenz

Debattenkultur: Beim Finale des Europäischen Schülerparlaments in Toulouse diskutierten 70 Jugendliche aus zehn Ländern die Zukunft der Mobilität. Deutschland wurde unter anderem von vier Herforder Schülern vertreten

Herford/Toulouse. Spannende Debatten, hitzige Diskussionen, erfolgreiche Resolutionen und neue europäische Freunde: Sechs Jugendliche aus Herford erlebten ein ereignisreiches Finale des Europäischen Schülerparlaments 2018 in Toulouse. Am vergangenen Wochenende trafen sie in der südfranzösischen Stadt auf 70 Finalisten aus zehn Ländern und diskutierten mit renommierten Wissenschaftlern über "Die Zukunft der Mobilität". Das Schülerparlament Herford wurde repräsentiert von einer sechsköpfigen Delegation aus drei Schulen: Lars Christofer Gieseck, Tobias Selig und Jan Spanhofer vom Friedrichs-Gymnasium, Maximilian Voßhenrich vom Königin-Mathilde-Gymnasium sowie Steven David Fiegener und Paulina Heine vom Rudolph-Brandes-Gymnasium Bad Salzuflen. Herford war neben Rostock die einzige deutsche Stadt in diesem internationalen Finale. Überraschende Wahl am Tag nach dem Finale In Toulouse, mit rund 470.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Frankreichs, trafen die Jugendlichen auf Delegationen aus Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Irland, Israel, Italien, der Schweiz und Serbien. Die dreitägige Veranstaltung gipfelte in einer politischen Debatte, in der die 16- bis 18-jährigen Teilnehmer eigene Resolutionen präsentierten und über diese nach reiflicher Diskussion in demokratischen Prozessen abstimmten. Höhepunkt für viele Teilnehmer war die Begegnung mit Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation. Nach inspirierenden und anerkennenden Worten an die Teilnehmer nahm er deren Resolutionen feierlich entgegen. Einen Überraschungsmoment erlebte die Delegation am Tag nach dem Finale: Der Herforder Jan Spanhofer wurde unter allen Jugendlichen ausgewählt, das Europäische Schülerparlament auf dem "Euro-Science Open Forum" in Form eines "Flash Talks" vorzustellen. Auf Europas größter Wissenschaftskonferenz sprach der Abiturient über die Zusammenhänge von Wissenschaft, Gesellschaft und politischen Entscheidungsprozessen. Das Europäische Schülerparlament biete jungen Menschen eine ideale Plattform, diese Zusammenhänge kennen zu lernen und sich selbst aktiv einzubringen. Erst fachlicher Input, dann politische Resolutionen In den ersten beiden Tagen erhielten die Teilnehmer zunächst fachlichen Input von internationalen Mobilitätsforschern. Das Themenspektrum umfasste Luft- und Raumfahrt, Autonome Fahrzeuge, nachhaltige Kraftstoffe, Digitalisierung und Mobilität in der Stadt. Im Anschluss verfassten die Jugendlichen in intensiver Gruppenarbeit politische Resolutionen. Am dritten Tag begegneten sich die 70 Teilnehmer in einer großen politischen Debatte im Parlamentssaal des Conseil Départemental de la Haute-Garonne, um nach demokratischen Abläufen über ihre Resolutionen abzustimmen. Veranstalter des Finales war die Initiative Wissenschaft in Dialog aus Berlin. Das Schülerparlament Herford wurde durch die Stadt Herford in Kooperation mit dem Königin-Mathilde Gymnasium veranstaltet. Die Organisation übernahm die city2science GmbH.

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