Herrenrunde: Das Richtfest im August vor 50 Jahren. Im Hintergrund die Neustadt. - © Georg Heese (Kommunalarchiv)
Herrenrunde: Das Richtfest im August vor 50 Jahren. Im Hintergrund die Neustadt. | © Georg Heese (Kommunalarchiv)

Herford Auflösung Mittwochrätsel: Gesucht wurde das Richtfest des Fernmeldehochhaus

Auflösung Mittwochrätsel: Im August vor 50 Jahren wurde Richtfest für das Fernmeldehochhaus gefeiert. Gebäude des Weinclubs wurde dafür abgerissen

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Das Foto vom vergangenen Mittwochrätsel – heute ausnahmsweise an einem Donnerstag aufgelöst – zeigte das Richtfest des Fernmeldehochhauses der damaligen Deutschen Bundespost vor knapp 50 Jahren. Horst Schure schreibt: „Das Gebäude wurde von der Deutschen Post als zentraler Knotenpunkt für die immer mehr werdenden Telefonanschlüsse gebaut; mittlerweile firmiert dieser Geschäftszweig unter Telekom. Es steht – fast – am Stephansplatz (hinter dem alten Postgebäude und Auf der Freiheit). Jetzt befindet sich im Gebäude das Archiv vom Stadtmuseum." Von der Deutschen Bundespost errichtet Andreas Völkel weiß: „Es handelt sich um das neue Fernmeldegebäude Auf der Freiheit, das seinerzeit von der Deutschen Bundespost errichtet wurde. Im Hintergrund ist der Stephansplatz zu erkennen. Hinter der Schubkarre auf dem Fahrstuhlhaus kann man ganz deutlich das Türmchen der damaligen Hauptstelle der Volksbank Arndtstraße sehen. Rechts die Dachpfannen gehören zum alten Hauptpostamt – das auch heute noch steht. Nur der Teil ab dem Schornstein nach rechts wurde abgerissen – hier war früher der Weinclub beheimatet. Nach dem Abriss konnte man den Neubau auch von der Straße in voller Höhe bewundern. Rechts dahinter fährt man auf den Münsterkirchplatz. Links erkennt man die ersten Neubauten der Berliner Straße. Unfallschutz wurde damals auch noch lockerer gesehen – keiner der Herren trägt einen Helm – Absperrungen sehe ich auch keine, denn der Weg nach unten ist ein langer. Damen erkenne ich auch keine unter den Gästen – war alles noch Männerdomäne." Ramona Kleibaumhüter schreibt: „Ich erinnere mich an einen Artikel von Ihnen aus dem letzten Jahr in dem es um Bünde vor 50 Jahren und alltägliche Katastrophen ging. Dort kam auch das Fernmeldeknotenamt vor. Ich vermute daher, das die Behörde die hier gesucht wird, die Bundesbehörde für Post und Fernmeldewesen war oder die deutsche Bundespost mit damals Werner Dollinger als Minister." Verbindungszeit für Ferngespräche sollte verkürzt werden Axel Gravenkamp meint: „Es handelt sich hier um eines der hässlichsten Gebäude der Stadt Herford, das sogenannte Postgebäude, später Telekomgebäude. Für diesen schlimmen Frevel wurde ein wunderschönes altes Gebäude, der Weinclub, abgerissen. Der alte Weinclub war in einer Flucht mit dem alten, wunderschönen Postgebäude (zum Glück nicht dem „Herforder-Abrisswahn" zum Opfer gefallen). In den 1950-60er Jahren war in dem Gebäude noch das Postverteilerzentrum untergebracht." Isolde Schure schreibt: „1967 begann der Bau vom (Fernsprech-) Knotenamt. Die Kosten für Ferngespräche und die Verbindungszeit sollten verkürzt werden. Ich konnte mich täglich vom Baufortschritt überzeugen. Zehn Schülerinnen der Pflegevorschule wohnten in der Schillerstraße 3 im Erdgeschoß. Zu den Mahlzeiten und je nach Stundenplan gingen wir zu unserem Haupthaus in die Hermannstraße. Jedes Mal vorbei an der Baustelle. Zuerst wurde die Baugrube auf dem Posthof am Stephansplatz ausgehoben. Die Bagger arbeiteten sich 7 Meter durch den Untergrund in die Tiefe. (Vergleichsweise war das Sprungbrett im Otto-Weddigen-Bad 10 Meter.) Wichtig war es dann, den Flügel des alten Postamtes auf der Freiheit zu unterfangen, damit er nicht eines Tages um- und einfällt (hat bisher geklappt). Dann konnte der Aufbau des Knotenamtes beginnen." Herford bekam Zugang zur Landesfernwahl Klaus-Dieter Stork weiß: „Die Deutsche Bundespost, Fernmeldeamt, ließ das abgebildete Gebäude errichten. Seit der Privatisierung und Umgestaltung als Aktiengesellschaft gehört das Gebäude heute der Deutschen Telekom AG. Das Bild zeigt die auf dem Dach des Gebäudes versammelten Gäste anlässlich des Richtfestes." Bernd Niermeier schreibt: „Das Foto zeigt das Richtfest des Fernmeldedienstgebäudes ,Auf der Freiheit 3‘ am 12. August 1968. Im Gebäude errichtete die Bundespost unter anderem die neue KVst (Knotenvermittlungsstelle) und so bekam auch Herford Zugang zur Landesfernwahl mit bundeseinheitlichen Ortskennzahlen. Am 20. November 1970 wurde das letzte Ferngespräch handvermittelt. Als Schüler konnte ich bei einem Tag der offenen Tür das neue Gebäude bestaunen. Das diese Knotenvermittlungsstelle später mein Arbeitsplatz wurde, habe ich damals noch nicht geahnt. Am 23. Januar 1995 schaltete man die KVst im Zuge der Digitalisierung ab. Wo sich früher die EMD-(Edelmetall-Motor-Dreh-) Wähler drehten, befinden sich heute das Herforder Museumsdepot und die Deutsche Angestellten-Akademie." Rita Frentrup weiß: „Heute ist dort die Deutsche Angestellten Akademie ansässig und die Museumsschätze der Schönfeld Villa lagern dort im Depot. Letztes Jahr habe ich an einer Führung durch das Depot teilgenommen. Es war sehr interessant und aufschlussreich."

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