Herford Neues Lichtkonzept für das Herforder Steintor

Aufwertung des Eingangs zur Radewig: Der Innenstadtverein hat nach einem Entwurf von Mathias Polster eine historische Stadtansicht aus Aluminium anfertigen lassen.

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Mit gleich mehreren Ideen will der Innenstadtverein den Bereich zwischen Bahnhof und Steinstraße attraktiver machen. Am augenfälligsten ist das stilisierte Steintor aus schwarz beschichtetem Aluminium, das gestern Monteure der Kunstschlosserei Schnelle an der Steintorbrücke angebracht haben. Mathias Polster hat die historische Stadtansicht als Silhouette entworfen. Das Werk ist bei Dunkelheit von hinten von LEDs beleuchtet. "Der Innenstadtverein hat einen Vorschlag aus dem Lichtkonzept der Stadt Herford aufgegriffen und diesen in Größe und Form verändert umgesetzt", sagt Pro-Herford-Chef Frank Hölscher in seiner Funktion als geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Vereins. Der Lichtplaner, der das Lichtkonzept entworfen hat, hatte für das Steintor eigentlich die Silhouette eines Mannes mit Hut und Laterne vorgesehen. Diese soll an anderer Stelle einen Platz finden. Für die Steintorbrücke mit ihrer großen Fläche schien die Stadtansicht geeigneter. Mit der technischen Umsetzung wurde die Schlosserei Schnelle beauftragt, die die blanken Einzelteile vor Wochen schon einmal vor der Beschichtung montiert hat. Die Beleuchtung mit warmweißen, wasserdichten Leuchtdioden hat der Herforder Elektroplaner Philipp Schmid ausgeführt. Der Strom wird aus einer Straßenlaterne abgezapft. Wenn die Laternen in der Dämmerung leuchten, leuchtet auch das Stadttor. Hier bedurfte es einer Zusammenarbeit mit der städtischen Bauverwaltung und Westfalen-Weser-Energie. "Möglich wird das Projekt durch die Nutzung der Verfügungsmittel aus der Städtebauförderung des ISEK-Programms", sagt Hölscher. "Die Projektkosten sind mit 10.000 Euro kalkuliert, von denen der Verein 5.000 Euro selbst trägt." Der genaue Ort am Mauerwerk wurde im Sinne der Sichtbarkeit für Fußgänger und Radfahrer, die die Unterführung queren, sowie mögliches Hochwasser im Stadtgraben angepasst. Schrilles Farbkonzept für Unterführung zum Bahnhof Unterführungen sind unbeliebt und Angst-Orte, wenn sie als zu dunkel und verschmutzt erlebt werden. In einem nächsten Schritt soll daher die Unterführung zwischen Steinstraße und Bahnhof unter der Straße "Auf der Freiheit" eine ansprechende, helle Beleuchtung bekommen. Womöglich schon Ende Mai werden Flächen an den Seiten leuchten. "Wir haben ein schrilles Farbkonzept entwickelt", verrät Mathias Polster. Ein weiterer Schritt ist die Bemalung des Trafohäuschens am Weg zwischen Unterführung und Bahnhof. Hier soll der Künstler "Sponk" tätig werden, der schon Schaltkästen an vielen Stellen der Innenstadt mit Vögeln, historischen Szenen und anderen Motiven bemalt hat. Der Innenstadtverein hat die Zusage eines Sponsors, die freundliche Gestaltung einer weiteren Unterführung zu finanzieren, freut sich Frank Hölscher.

realisiert durch evolver group