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Rettungswagen: Die beiden Fahrzeuge stehen auf der gesperrten Bielefelder Straße. - © Peter Steinert
Rettungswagen: Die beiden Fahrzeuge stehen auf der gesperrten Bielefelder Straße. | © Peter Steinert

Herford Internetnutzer fordern scharfe Sanktionen für Gaffer

Wie NW-Leser auf nw.de und auf Facebook die zunehmenden Probleme für Rettungskräfte und Polizei mit Unfall-Touristen bewerten

Jobst Lüdeking
10.01.2018 | Stand 10.01.2018, 14:09 Uhr

Herford. Der Bericht über die zunehmende Zahl von Gaffern, die die Arbeit von Rettungskräften und Polizisten in Herford beeinträchtigen, hat viele Reaktionen im Internet ausgelöst. Die Einträge zeigen, dass die Mehrzahl der Kommentatoren sich vor allem für schärfere Sanktionen gegen Gaffer aussprechen. Hier einer von zahlreichen Kommentaren auf Facebook: "Wieso stellt man nicht einfach mal Polizisten ein, die die Gaffer (vorläufig) festnehmen, sie zum Revier fahren und ihnen dort die Rechtslage erklären und gleich das Bußgeld von 500 Euro einziehen?", fragt ein Leser. "Dieses Thema kann man gar nicht oft genug ansprechen. Hier ist in der Erziehung bei vielen wohl was falsch gelaufen. Volkssport Nummer 1 ist jetzt Gaffen und Zusehen, wie andere Schmerzen haben und sogar sterben", kommentiert ein weiterer Leser. Ein drastischeres Vorgehen schlägt ein anderer Leser vor: "Wenn der Verdacht auf Straftaten im Raum steht, direkt vorläufig festnehmen, am Rande des Geschehens platzieren und fixieren und nach Beendigung der vollständigen Unfallaufnahme dann diese Themen abarbeiten. Ich vermute, die Gaffer werden sich bald neue Hobbys suchen . . ." Auch eine Person, die auf dem Foto zu sehen ist, meldet sich: Sie und ihre Gruppe seien Verwandte und Freunde der Opfer gewesen und keine Gaffer, so die Frau in ihrer Mail. Auf Facebook macht eine Leserin den Vorschlag, Gaffer einen Tag zur Abschreckung auf einem Rettungswagen mitfahren zu lassen. Eine andere Leserin stellt fest: "Neugierde liegt in der Natur des Menschen. Gucken was passiert ist, haben wir schon immer getan und werden wir auch in 100 Jahren noch tun. Wenn der Mensch nicht neugierig wäre, würden wir noch in der Steinzeit leben (. . .). Was gar nicht geht, Rettungskräfte bei der Arbeit behindern und dadurch Leben in Gefahr bringen."

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