Blumen für den Sieger: Landtagsabgeordneter Christian Dahm, SPD-Kreisgeschäftsführer Olaf Winkelmann, der Herforder Ratsherr Andreas Rödel und Landrat Jürgen Müller gehörten zu den ersten Gratulanten, als sich Stefan Schwartze seiner Sache sicher war. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Blumen für den Sieger: Landtagsabgeordneter Christian Dahm, SPD-Kreisgeschäftsführer Olaf Winkelmann, der Herforder Ratsherr Andreas Rödel und Landrat Jürgen Müller gehörten zu den ersten Gratulanten, als sich Stefan Schwartze seiner Sache sicher war. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Bundestagswahl: Alle 237 Wahlbezirke ausgezählt - Schwartze siegt mit 36,76 Prozent

Der Bericht zum Wahlgeschehen in Herford wird stetig aktualisiert

Dennis Bleck
Christina Römer

Peter Steinert

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Alle Wahlbezirke im Wahlkreis 133 Herford/Minden-Lübbecke II sind ausgezählt. SPD-Politiker Stefan Schwartze liegt mit 36,76 Prozent vor seinem CDU-Konkurrenten Tim Ostermann (35,74). Damit zieht Schwartze als Direktkandidat in den Bundestag ein. Ob Ostermann über die Landesliste ebenfalls weiter Politik in der Hauptstadt macht, steht derzeit noch nicht fest. Auch im gesamten Kreis Herford liegt Schwartze vor Ostermann. Nach den 200 ausgezählten Wahlbezirken vereint der 43-Jährige aus Vlotho 37,09 Prozent der Stimmen auf sich. Tim Ostermann kommt auf 35,45 Prozent. Bei den Erststimmen liegt die SPD (29,04) knapp hinter der CDU (31,45). Dahinter folgt die FDP mit 11,30 Prozent. In der Stadt Herford liegt die CDU (32,44) insgesamt klar vor der SPD (25,75). Die FDP ist mit 11,83 Prozent drittstärkste Kraft. Die AfD holt 11,56 Prozent. Dahinter liegen die Linken mit 7,64 Prozent und die Grünen mit 7,11 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,73 Prozent und damit etwas höher als im Jahr 2013 (67,8). Zum eigentlichen Sieger dieser Wahl wuchs aber die Alternative für Deutschland (AfD), die im Kreis Herford und Bad Oeynhausen mit 10,83 Prozent zwar nur zur viertstärksten Kraft aufstieg, deren Kandidat Sebastian Schulze zukünftig auch in Berlin wirken wird. Ostermann sieht schwere Koalitionsverhandlungen Sieger Stefan Schwartze hat sich im Bund mit der Rolle als Oppositionsführer abgefunden: "Die Opposition schmerzt nicht. Das schlechte Ergebnis der SPD schmerzt." Tim Ostermann blickte unterdessen skeptisch auf das mögliche Dreierbündnis von CDU, FDP und Grünen: „Das wird eine ganz schwierige Kiste. Wenn es um die Immigrationspolitik geht, dann wäre das mit der SPD leichter gewesen. Vor allem die Grünen sind da das Problem. Mit der FDP könnten wir uns auf eine restriktivere Flüchtlingspolitik verständigen." Ostermanns Erkenntnisse nach dieser Wahl decken sich in manchen Punkten mit den von Schwartze. „Das ist ein Schlag ins Kontor. Offenbar wollten die Menschen keine große Koalition mehr. Diese Wahl wird die Arbeit des Parlaments verändern", sagte der Christdemokrat. „Die Probleme sind tiefgreifend. Die Demokratie braucht klare Alternativen. Und eine große Koalition ist nicht gut für die Demokratie", sagte Schwartze. Auszählungen im Wahlkreis 133 (Zweitstimmen) SPD (28,70), CDU (33,73), FDP (11,48), Linke (5,61), Grüne (6,88), AfD (10,83) Auszählungen im Wahlkreis 133 (Erststimmen) SPD (36,76), CDU (35,74), FDP (5,65), Linke (6,36), Grüne (5,07), AfD (9,99). Bis auf die Wahl 1983 (damals war Heinz Landré für die CDU erfolgreich) konnte bislang stets ein SPD-Kandidat das Direktmandat erringen. 2013 wurde es allerdings knapp: Stefan Schwartze lag nur mit der hauchdünnen Mehrheit von 764 Stimmen vor Ostermann. Zugunsten des Espelkamper SPD-Kandidaten und Schulz-Vertrauten Achim Post hat Schwartze auf einen Top-Listenplatz verzichtet. Mit Platz 35 war der SPD-Regionalchef auf das Direktvotum angewiesen. Alle Informationen zur Bundestagswahl

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