Marode: Die Gebäude an der Rennstraße, Ecke Lessingstraße verfallen. Jetzt soll noch ein Zaun aufgestellt werden. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Marode: Die Gebäude an der Rennstraße, Ecke Lessingstraße verfallen. Jetzt soll noch ein Zaun aufgestellt werden. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Ilsemann-Brache droht weiterer Verfall

Innenstadtentwicklung: Die Lebenshilfe verkauft die Fläche an der Rennstraße vorerst nicht. Der Wirtschaftsprüfer habe es so empfohlen, sagt Vorstandsvorsitzende Bärbel Zuhl. Im Vorfeld habe es sowieso nur wenige Interessenten gegeben

Herford. Geschäftsführung und Vorsitz der Herforder Lebenshilfe wollen das Grundstück an der Rennstraße, Ecke Lessingstraße vorerst doch behalten. Ihr Wirtschaftsprüfer habe ihnen abgeraten, es jetzt zu verkaufen, sagte Vorstandsvorsitzende Bärbel Zuhl. Sie hätten aber keine aktuellen oder konkreten Pläne mit der Fläche. Die Lebenshilfe hatte auf dem Eckgrundstück ursprünglich ein Zentrum mit verschiedenen Beratungsangeboten, Appartements und zwei Wohngruppen errichten wollen. Die Architektenentwürfe missfielen im Herbst 2015 jedoch zunächst dem Stadtbildpflegebeirat und dann auch dem Bau- und Umweltausschuss. Im Verlauf der Gespräche mit der Bauverwaltung, die sich dem Vernehmen nach schwierig gestalteten, änderte sich das Teilhabegesetz: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sah keinen Bedarf mehr für Ersatzwohnstättenplätze für die Bewohner von zwei Wohngruppen, die in den Neubau hatten einziehen sollen. Wenige potentielle Käufer interessiert Zur Überlegung, die Fläche jetzt vorerst doch nicht zu verkaufen, sagte Zuhl, es hätten sowieso nur wenige potenzielle Käufer Interesse an dem Grundstück gezeigt. Einer hatte offenbar ein Schnäppchen gewittert: Er habe die Fläche quasi zum halben Preis erwerben wollen, sagte Zuhl. Zur Perspektive, wann das Grundstück verkauft oder neu bebaut werden könnte, machte sie keine Angaben. Die Herforder müssen also noch länger auf ein innerstädtisches Grundstück mit verfallenden Häusern blicken. Sie hätten die Gebäude bereits sichern lassen, sagte Zuhl. Es werde auch noch ein Bauzaun gezogen.

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