Ledersohlen auf feuchtem Gras: Arnd Bohlmann von Goldbeck, Bürgermeister Tim Kähler, Inhaber Gordon Whitelaw, Verkaufsdirektor Hartmut Rössler und Kooperationspartner Bernd Hollmann nehmen für den ersten Spatenstich nasse Füße in Kauf. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Ledersohlen auf feuchtem Gras: Arnd Bohlmann von Goldbeck, Bürgermeister Tim Kähler, Inhaber Gordon Whitelaw, Verkaufsdirektor Hartmut Rössler und Kooperationspartner Bernd Hollmann nehmen für den ersten Spatenstich nasse Füße in Kauf. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Allstein bringt 60 Arbeitsplätze mit

Druckmaschinenbauer aus Steinhagen hat mit Bau eines eigenen Betriebsgebäudes begonnen. Die Gesamtinvestition beträgt zehn Millionen Euro

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Man hätte auch schon Richtfest feiern können. Vor der Kulisse der tragenden Konstruktion des neuen Betriebsgebäudes auf dem Grundstück an der Ecke Lockhauser Straße/Bunsenstraße im Gewerbegebiet Heidsiek traten jetzt der geschäftsführende Gesellschafter Gordon Whitelaw, Verkaufsdirektor Hartmut Rössler und Ingenieur Bernd Hollmann für den Druckmaschinenbauer Allstein GmbH sowie Arnd Bohlmann vom Generalunternehmer Goldbeck und der Herforder Bürgermeister Tim Kähler zum ersten Spatenstich an. Der Engländer Gordon Whitelaw machte damit seine Ankündigung in der Herforder NW vom Mai wahr, mit seinem Betrieb aus Steinhagen nach Herford zu ziehen. Er will im Laufe der nächsten drei Jahre zehn Millionen Euro in die Immobilie und einen nach und nach wachsenden Maschinenpark investieren. "Gute Aufträge auf der Messe Druck und Papier gezeichnet" Auf rasantes Wachstum scheint die erst 2012 gegründete Firma programmiert. War im Mai noch von 50 Arbeitsplätzen die Rede, ist man inzwischen bei 60 angekommen und strebt eine hoch qualifizierte Belegschaft von 90 Mitarbeitern mit Maschinenbauern, Ingenieuren, Mechatronikern und Programmierern in zwei Jahren an. "An diesen Mitarbeitern hängt unser Erfolg", sagt der 45-jährige Maschinenbauingenieur Gordon Whitelaw. Der Erfolg lässt sich auch in Umsatz bemessen. Das Ziel von 25 Millionen für 2016 ist greifbar. Für 2017 sind 30 Millionen angestrebt. Womit lässt sich dieser Umsatz erzielen? Allstein konstruiert und baut Flexodruckmaschinen für einen weltweit wachsenden Markt in den Industrieländern. Bedruckt werden im mehrfarbigen Hochdruckverfahren bahnenförmige Materialien wie Papier und Folie in Breiten bis drei Meter für Verpackungen von zum Beispiel Lebensmitteln und Hygieneartikeln für Endverbraucher aber auch wie von Säcken für Tierfutter und Düngemittel im industriellen Rahmen. Die Kunden sind Druckereien überwiegend in Deutschland und Nordamerika und zahlen bis zu zehn Millionen Euro für eine Maschine. "Wir sind Weltspitze in der technischen Leistung", gibt sich das Allstein-Führungsteam selbstbewusst: "Wir waren in diesem Jahr auf der Messe Drupa und auf der Kunststoffmesse in Düsseldorf und haben gute Aufträge zeichnen können. Wir warten dringend auf die Fertigstellung des neuen Gebäudes." Das soll im Juni 2017 sein. Schon im August soll die erste Maschine die Herforder Werkshalle verlassen - montiert aus Komponenten, die noch in Steinhagen gebaut wurden. Zwei von acht Brückenkrananlagen in der Halle werden 32 Tonnen heben und bewegen können und den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern. Das Grundstück mit einer Größe von 25.000 Quadratmetern hat Allstein mit Reserve von der Stadt gekauft. Zunächst werden 12.000 Quadratmeter genutzt. Die Halle wird eine Grundfläche von 4.800, die Büros werden 650 Quadratmeter haben. Das Gebäude ließe sich um eine Halle gleicher Größe erweitern. Herfords Bürgermeister Tim Kähler erinnert sich gern an das erste Gespräch vor einem Jahr und freut sich über den "tollen Investor": "Das sind gute Arbeitsplätze für Herford."

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