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Gemeinschaftsarbeit: Sascha Schönhoff (v. l.) und Axel Korff (Elektro-Worminghausen), Landrat Jürgen Müller, Ingo Pommerenke und Heinz Wehmeyer (Wilheim-Normann-Berufskolleg). - © Kreis Herford
Gemeinschaftsarbeit: Sascha Schönhoff (v. l.) und Axel Korff (Elektro-Worminghausen), Landrat Jürgen Müller, Ingo Pommerenke und Heinz Wehmeyer (Wilheim-Normann-Berufskolleg). | © Kreis Herford

Kreis Herford Herforder Berufskolleg stellt Halterungen für Lichtleisten mit 3D-Drucker her

Dem Landrat geht ein Licht auf

14.12.2016 | Stand 13.12.2016, 21:25 Uhr
Schulprojekt: Diese Halterungen für die Lichtleiste im Kreishaus sind im 3-D-Drucker im Berufskolleg entstanden. - © Kreis Herford
Schulprojekt: Diese Halterungen für die Lichtleiste im Kreishaus sind im 3-D-Drucker im Berufskolleg entstanden. | © Kreis Herford

Kreis Herford. Sie sind klein, ziemlich unscheinbar und aus Plastik – optisch geben sie nicht viel her, aber sie sind dennoch Produkt moderner Technik und sorgen dafür, dass der Kreis Herford spart: Es sind unauffällige Plastikhalterungen für Lichtleisten.

Ausgerechnet im Flur des Landrates waren diese Halterungen kaputtgegangen und mussten ersetzt werden: Diese Halterungen werden aber nicht mehr hergestellt. Was machen? Die zuständige Elektrofirma hatte eine Idee und diese führte letztendlich zu einem gemeinsamen Projekt, erklärt Elektromeister Sascha Schönhoff: „Ich wollte nicht alles komplett durch Neues ersetzen. Das ist schlecht für die Umwelt und wäre zudem viel zu teuer geworden. Deshalb bin ich auf die 3-D-Drucktechnik gekommen. Weil ich weiß, dass das Wilhelm-Normann-Berufskolleg über entsprechende Technik verfügt, hab’ ich einfach mal gefragt."

Und es hat geklappt: Die Halterungen sind mit Hilfe eines 3-D-Druckers im Herforder Wilhelm-Normann-Berufskolleg (WNB) produziert worden – eine ziemlich komplizierte Aktion, schließlich musste zunächst das Muster ausgemessen und dann ein Modell in 3 D gezeichnet werden.

Beim Prototyp dauert die Herstellung, also der „Druck", über eine Stunde. Insgesamt 35 Halterungen sind entstanden – dazu benötigte der 3-D-Drucker etwa 15 Stunden Produktionszeit. Das Produkt und seine Herstellung war zugleich Unterrichtsstoff, so Schulleiter Heinz Wehmeyer: „Wir bilden am WNB über 200 Tischler und Holzmechaniker aus. Sie müssen sich mit dem Einsatz moderner Fertigungsverfahren und Techniken auseinandersetzen und dabei natürlich auch Genauigkeit und Wirtschaftlichkeit beachten. All dies war in diesem Projekt vereint."

Auch dem Landrat Jürgen Müller ging nun deshalb im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf. „Dieses Projekt hat nur für Gewinner gesorgt und jeder Gewinner profitiert auf mehreren Ebenen – das ist dann eben hochpotenzierter Gewinn."

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