Wentworth-Kaserne: Das Konferenzzentrum auf dem Gelände der Britischen Armee auf dem Stiftberg. - © Kiel-Steinkamp
Wentworth-Kaserne: Das Konferenzzentrum auf dem Gelände der Britischen Armee auf dem Stiftberg. | © Kiel-Steinkamp

Herford Kasernenflächen auf dem Stiftberg beschäftigen Baupolitiker

Herford. Die Politiker werden in den nächsten Wochen eine grundsätzliche, wenn auch keine zwingend endgültige Entscheidung treffen müssen. Die Frage lautet: Soll die Stadt die Kasernenareale auf dem Stiftberg kaufen oder nicht? Nur wenn sie diese von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) erwirbt, hat sie uneingeschränkten Einfluss auf deren Entwicklung. Das ist nicht der Fall, wenn die BIMA die Flächen anderweitig verkauft. Die Kaufverhandlungen laufen bereits, könnten aber noch eineinhalb Jahre andauern. Bürgermeister Tim Kähler sagte bei seiner Sommerradtour mit Bürgern auf den Stiftberg im Juli: "Der Bund hat Vorstellungen, die nicht die unseren sind. Wir verhandeln lieber einen Moment länger, um einen vernünftigen Preis zu erzielen." Der Rat hat, wie berichtet, zugestimmt, dass die Stadt von ihrem Erstzugriffsrecht für die Flächen Gebrauch macht. Allerdings muss sie das Gelände deshalb nicht auch kaufen. Sie stellt damit nur sicher, dass die BIMA das Gelände während der Verhandlungsphase nicht an Investoren veräußert. Mehrere Entscheidungen stehen im Zusammenhang mit der Entwicklung auf dem Stiftberg nun im Bau- und Umweltausschuss an: Weder für die Hammer-smith-, noch für die Wentworth-Kaserne gibt es einen Bebauungsplan. Dazu soll es Aufstellungsbeschlüsse geben. Ihre Planungshoheit will sich die Stadt nicht schon aus der Hand nehmen lassen, bevor sie eine Entscheidung trifft, ob sie diese überhaupt haben will. Deshalb sieht die Tagesordnung für beide Kasernenflächen Beschlüsse über Veränderungssperren vor. Damit dürfen Bauvorhaben selbst dann nicht durchgeführt werden, wenn sie ansonsten genehmigungsfrei sind. Während Bebauungspläne aufgestellt werden, muss zudem der Flächennutzungsplan für das insgesamt rund 21,5 Hektar große Gelände angepasst werden. Die Politiker sollen dazu einen Einleitungsbeschluss fassen. Der Bau- und Umweltausschuss tagt am Donnerstag, 8. September, ab 17 Uhr im Rathaus, Großer Sitzungssaal.

realisiert durch evolver group