0
Es ist vollbracht! Malik Heilmann (im weißen Hemd) und Sponk im Hubsteiger vor ihrem 200 Quadratmeter großen Wandgemälde am Gehrenberg. Ziemlich genau zwei Wochen benötigten sie für die Umsetzung. - © Ralf Bittner
Es ist vollbracht! Malik Heilmann (im weißen Hemd) und Sponk im Hubsteiger vor ihrem 200 Quadratmeter großen Wandgemälde am Gehrenberg. Ziemlich genau zwei Wochen benötigten sie für die Umsetzung. | © Ralf Bittner

Herford Wandbild am Gehrenberg erzählt Geschichte der Pandora

Nach ziemlich genau 14 Tagen ist das riesige Panoramabild der Künstler Malik Heilmann und Sponk am Gehrenberg fertig

Ralf Bittner
09.07.2016 | Stand 08.07.2016, 22:09 Uhr

Herford. Rund zwei Wochen lang konnten die Herforder das Entstehen des riesigen Wandbildes auf den Fronten der Häuser Gehrenberg 19 und 21 beobachten. Initiiert wurde das "Pandora-Projekt" vom Innenstadtverein Herford (IN Herford), ausgeführt von den Street-Art-Künstlern Sponk und Malik Heilmann. Für beide Künstler war das rund 200 Quadratmeter große Wandbild die erste Kooperation, obwohl beide schon in Herford gearbeitet hatten. Sponk zeichnet für viele der farbigen Stromkästen verantwortlich, von Heilmann stammt unter anderem das Wandbild an der Kurz-Eisbar am Gänsemarkt. "Unten links zeigt das Bild Menschen, die die Göttin hoch über ihnen um Hilfe anflehen", erklärte Sponk: "Die schickt den Menschen Hilfe, dargestellt durch strahlende Kugeln. Die kommt aber nicht an, weil andere Gewalten deren Energie verbrauchen." Die Kugeln werden immer dunkler. "Obwohl die Göttin ihnen hilft, glauben die Menschen, dass sie verlassen sind", erklärt Heilmann. Beide Künstler arbeiten in anderen Stilen und Techniken - Heilmann eher grafisch, Sponk eher realistisch - und haben sich bei den Arbeiten so abgesprochen, dass einer auf dem Hubsteiger in großer Höhe, der andere auf Höhe des Vordachs arbeiten konnte. Obwohl das Gemälde nur bis zum geplanten Abriss halten muss - der ist für den Jahreswechsel geplant -, wurde trotzdem die ganze Front grundiert, vor allem um auch über die Fenster malen zu können. "Ich habe schon einige Häuserfronten bemalt, aber noch nie so, dass auch die Fenster unter dem Bild verschwinden", sagte Sponk. Stadtführer Mathias Polster, auch IN Herford, hatte die beiden zusammengebracht. Finanziert wurde das Projekt von IN Herford, Wirtschaftsförderung und maßgeblich Heiner Wemhöner. Die beiden Häuser sollen im Zuge der Neugestaltung des Kaufhofareals abgerissen werden. Wann genau das sein wird, hängt vom Fortschritt der Arbeiten ab. "Sie sollen aber möglichst lange stehen bleiben, um die Fußgängerzone vor Staub und Baulärm zu schützen", sagte Polster. Informationen über die beiden Künstler gibt es auf der Internetseite www.malik-heilmann.com und www.facebook. com/sponkgraffiti.

realisiert durch evolver group