Die Statue Justizia. - © dpa
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Herford Minderjähriger Flüchtling nach sexuellem Übergriff verurteilt

16-Jähriger attackierte im Oktober AWO-Mitarbeiterin

Herford. Wegen versuchter sexueller Nötigung und vorsätzlicher Körperverletzung hat das Herforder Jugendschöffengericht einen mittlerweile 16-jährigen irakischen Flüchtling verurteilt. Aufgrund des Alters des Angeklagten fand die Verhandlung Anfang Juni unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der unbegleitete Flüchtling, der in einer Einrichtung für Minderjährige der AWO untergebracht war, hatte versuchte, eine Mitarbeiterin des Heims sexuell zu nötigen. Das Urteil des Gerichts dafür: sechs Monate Haft, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Darüber hinaus muss der Täter zwei Wochen Jugendarrest verbüßen, teilte ein Sprecher des Amtsgerichts mit. Zu dem sexuellen Übergriff war es im Oktober 2015 gekommen, kurz nach dem der heute 16-Jährige aufgenommen worden war. Er hatte die Frau, die ihm einen Anweisung gegeben hatte, während eines Streits attackiert. Das Opfer hatte sich erfolgreich zur Wehr gesetzt und die Polizei verständigt. Die Beamten nahm den Täter vorläufig fest. „Wir sind sehr betroffen von diesem Vorfall", hatte Peter Buchmann, Abteilungsleiter Jugend- und Familie vom Bezirksverband der AWO, direkt nach dem Übergriff mitgeteilt. „Einen vergleichbaren Vorfall haben wir noch nicht erlebt." In der Einrichtung lebten zur Tatzeit drei Jugendliche, die ohne Begleitung aus ihren Heimatländern geflüchtet waren.

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