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Wirkt wie abgeschnitten: Deshalb soll das Gebäude mit dem WMF-Geschäft am Alten Markt noch um zwei Stockwerke in die Höhe wachsen. Drei Stockwerke soll das Haus früher bereits gehabt haben. Ein Staffelgeschoss käme nun für ein Penthouse hinzu. - © Thomas Hagen
Wirkt wie abgeschnitten: Deshalb soll das Gebäude mit dem WMF-Geschäft am Alten Markt noch um zwei Stockwerke in die Höhe wachsen. Drei Stockwerke soll das Haus früher bereits gehabt haben. Ein Staffelgeschoss käme nun für ein Penthouse hinzu. | © Thomas Hagen

Herford Investor möchte WMF-Haus um zwei Stockwerke erhöhen

Schmuckkästchen soll wachsen

Thomas Hagen
25.05.2016 | Stand 24.05.2016, 21:33 Uhr

Herford. Ein heimischer Geschäftsmann möchte architektonisch beim Umbau des Hauses Alter Markt 6 an alte Zeiten anknüpfen und wieder die ursprüngliche Gebäudehöhe erreichen, aber im Inneren alles an moderne Erfordernisse anpassen. Das sieht ein Bauantrag vor, der am 15. Juni im Bauausschuss beraten werden soll. Im Erdgeschoss liegen die Verkaufsräume der Kette WMF, auch sie sollen – wenn denn Politik und Verwaltung positiv entscheiden – renoviert und modernisiert werden. Der Investor plant, in den vorhandenen beiden Stockwerken aus den vier Wohnungen mit jeweils 90 Quadratmetern sechs Single-taugliche Einheiten mit geringerer Fläche zu machen. Damit soll die Nachfrage nach Wohnungen dieser Art in zentraler Lage befriedigt werden. Doch nicht nur junge Leute sollen angesprochen werden, auch für ältere Bewohner soll es einfach sein, ihre Wohnungen zu erreichen. Dafür ist der Einbau eines Fahrstuhls geplant. Er würde dann in das draufzusattelnde dritte Geschoss mit zwei Wohnungen und in das oben zurückspringende Penthouse führen. Für diese luxuriöse Behausung sind 170 Quadratmeter Wohnfläche vorgesehen. Die Herforder Architektin Anja Uphaus hat die Fassade historisierend gezeichnet, nimmt dabei die Stuckverzierungen mit auf und zielt so darauf ab, den Ursprungszustand der Fassade wieder herzustellen. Dafür hat der Investor dem Bauantrag historische Unterlagen hinzugefügt. Mit dem Anwachsen um zwei Geschosse würde das Haus die identische Höhe erreichen, die auch das gegenüberliegende Haus mit der Brasserie Lamäng hat. Nach Informationen der NW liegen die Investitionen im unteren siebenstelligen Bereich, Baubeginn könnte – nach entsprechendem Votum des Bauausschusses – zeitnah sein. Vor dem Ausschuss schaut sich der Beirat für Stadtbildpflege am Donnerstag, 9. Juni, die Pläne an.

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