Herford Bildungs-Campus auf dem Stiftberg weckt Hoffnungen

Wentworth-Kaserne: Einen Standort mit hoher Attraktivität schaffen, der auch Anreiz zur Unternehmensansiedlung sein soll

Herford. Die Ideen für den Bildungscampus auf dem Areal der einstigen Wentworth-Kaserne zwischen Vlothoer Straße und Stadtholzstraße haben andere vorsortiert. "Jetzt muss man ein Konzept finden", sagt Stadtentwickler Norbert Landshut. Seit dem Jahresbeginn ist er für die weitere Entwicklung auf diesem Ex-Areal der britischen Streitkräfte verantwortlich. Gerne hätte er etwa das Klinikum als starken Partner mit an Bord. Das Klinikum hat jetzt gegenüber Norbert Landshut noch mal klar gestellt, dass es nicht selbst investieren werde. Als Partner stehe es jedoch grundsätzlich zur Verfügung. "Das Klinikum wäre für den Bildungs-Campus ein toller Partner", so Landshut, der sich darauf aber nicht beschränken möchte: "Die Fläche ist groß genug für weitere Partner." In seinen Planungen gehe es aber nicht nur um Partner, Wirtschaftlichkeit oder Betreiber. "Ich rede über Rentabilität", sagt der aus dem Hessischen stammende Stadtentwickler, der sich "12 bis 18 Monate" Zeit zur Verwirklichung des Konzepts nehmen will. Mindestens ein weiteres Jahr für die Planung und den Bau des Bildungszentrums auf dem Stiftberg komme nach seinen Erfahrungen hinzu. Wobei Landshut weiß, dass die Erwartungshaltung in der Stadt hoch ist: "Vorprojekte könnten diese Erwartungshaltung unterstützen." Derzeit sei es noch zu früh, um Wasserstandsmeldungen abgeben zu können. Zumal nach wie vor das Bundesvermögensamt (BIMA) die Entscheidungshoheit über die zum Teil unter Denkmalschutz stehende Kaserne hat. "Wir sind noch nicht einmal Eigentümer der Fläche", sagt Norbert Landshut. Bis zu fünf Jahren könne es dauern, bis der Bildungs-Campus auf dem Herforder Stiftberg entwickelt wird. "Wichtig ist kein schnelles, sondern ein geschlossenes Konzept. Dabei geht es um Nachhaltigkeit für die Stadt, die Region und darum, dass ein Standort mit hoher Attraktivität geschaffen wird. Vielleicht ist das dann auch ein Anreiz für Unternehmen, sich hier anzusiedeln."

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