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Die neuen Köpfe der IWKH: Der Bünder Unternehmer Alexander Fürst (HKF-Personal, 2.v.l.) ist Vorsitzender; Kirchlengerns Bürgermeister Rüdiger Meier (l.) sein Stellvertreter; Schatzmeisterin ist die Möbelfabrikantin Inge Brünger-Mylius (SMV Sitz- und Objektmöbel Löhne) (Mitte), Beisitzer sind die Bünder Rechtsanwältin Elisabeth Hoffmann-Gallhoff (4.v.l.), Herfords Bürgermeister Tim Kähler (r.) und der Bünder Kommunalpolitiker Ulf Dreier (SPD) (nicht auf dem Bild). - © Peter Steinert
Die neuen Köpfe der IWKH: Der Bünder Unternehmer Alexander Fürst (HKF-Personal, 2.v.l.) ist Vorsitzender; Kirchlengerns Bürgermeister Rüdiger Meier (l.) sein Stellvertreter; Schatzmeisterin ist die Möbelfabrikantin Inge Brünger-Mylius (SMV Sitz- und Objektmöbel Löhne) (Mitte), Beisitzer sind die Bünder Rechtsanwältin Elisabeth Hoffmann-Gallhoff (4.v.l.), Herfords Bürgermeister Tim Kähler (r.) und der Bünder Kommunalpolitiker Ulf Dreier (SPD) (nicht auf dem Bild). | © Peter Steinert

Kreis Herford Neuanfang für die Wirtschaftsinitiative

Der Bünder Unternehmer Alexander Fürst übernimmt den Vorsitz, erstmals sind zwei Frauen in der Führung vertreten - und Andreas Peter bringt spontan Bürgermeister Tim Kähler ins Spiel

Hartmut Braun
02.02.2016 | Stand 02.02.2016, 09:21 Uhr

Kreis Herford. Mit dem Bünder Personaldienstleister Alexander Fürst als neuem Vorsitzenden will der Verein Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford (IWKH) einen Neuanfang einleiten. Dem neuen Vorstand, der weiter paritätisch von Vertretern der Wirtschaft und der Kommunen besetzt ist, gehört überraschend auch Herfords Bürgermeister Tim Kähler (SPD) an. Die 23. Mitgliederversammlung in den Räumen der Archimedes GmbH in Herford war mit Spannung erwartet worden. Deutlich über 100 Mitglieder waren im Saal, als Andreas Hettich als stellvertretender Vorsitzende gestern die Versammlung eröffnete. Aufgerufen war neben der Vorstandswahl eine Debatte über die künftige Ausrichtung des Vereins. Doch dazu kam es nicht. Zwar war unterschwellige Kritik an der von Landrat Jürgen Müller (SPD) geplanten Wirtschaftsförderungs-GmbH zu vernehmen. Doch offene Kritik blieb aus. "Wir sollten in die Zukunft schauen und etwas richtig schönes Neues machen", sagte unter Beifall die Bünder Rechtsanwältin Elisabeth Hoffmann-Gallhoff, die später in den Vorstand gewählt wurde. Vorbild dafür könne das von ihr mit aufgebaute "sehr, sehr erfolgreiche" Netzwerk Unternehmerinnen-Initiative sein. Auch Andreas Hettich sieht die Zukunft der IWKH in ihrer "Kernkompetenz als Netzwerk". Der Bünder Unternehmensberater und "Umdenk-Trainer" Dieter Westermann rief die Mitglieder dazu auf, die Lähmung der letzten Monate zu überwinden. "Die IWKH ist ein tolles Forum mit vielen netten Leuten", sagte er. Auch Vorstandsmitglied Andreas Peter (Peter-Lacke) ließ versöhnliche Töne anklingen. Ihm wäre eine Fortsetzung der Kreis-Wirtschaftsförderung in den alten Strukturen lieber, deutete er an. "Aber wenn die Zusammenarbeit nicht mehr gewollt ist, wäre es falsch, sich beleidigt zurück zu ziehen." Später verblüffte er alle Anwesende mit einem Personalvorschlag: Er brachte Herfords Bürgermeister Tim Kähler (SPD) als Vorstandsmitglied ins Gespräch. Der reagierte spontan: "Wenn man mich einlädt, muss man damit rechnen, dass ich komme." Er wurde gewählt. Allerdings waren gleich fünf von sechs Vorstandspositionen neu zu besetzen. Neben Hettich und Peter schied auch Manfred Wippermann (Nolte-Küchen) aus, ebenso Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. Nur Rüdiger Meier, Bürgermeister von Kirchlengern, bleibt, künftig als stellvertretender Vorsitzender. Die kommunale Seite wird vom Bünder Bürgermeister-Stellvertreter Ulf Dreier (SPD) komplettiert. Der nach IWKH-Tradition "geborene" Vorsitzende, Landrat Jürgen Müller, will sich zunächst ganz auf die Gründung der interkommunalen GmbH konzentrieren. Auf Seiten der Wirtschaft sind künftig zwei Frauen mit dabei: Die Löhner Möbelfabrikantin Inge Brünger-Mylius als Schatzmeisterin und die Bünder Anwältin Hoffmann-Gallhoff. Den Vorsitz übernimmt der 42-jährige Alexander Fürst, Inhaber eines Personaldienstleisters. Am Ende gab es Blumen und freundliche Worte von Ex-Landrat Christian Manz - und einen ersten Vorschlag des neuen IWKH-Vorständlers Kähler: "Wir sollten künftig wieder mehr miteinander statt übereinander reden."

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