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Die Feuerwehr musste die brennende Hanfplantage löschen. - © Kiel-Steinkamp
Die Feuerwehr musste die brennende Hanfplantage löschen. | © Kiel-Steinkamp

Herford Hanfplantage löst sich in Rau(s)ch auf

Krimineller Cannabis-Anbau: Wie die Polizei auf die Spur einer Indoorplantage an der Waltgeristraße kam und was ihr ehemaliger Besitzer jetzt vor Gericht erzählt

Jobst Lüdeking
19.01.2016 | Stand 19.01.2016, 10:24 Uhr

Herford. Er war bei seinen Eltern ausgezogen und hatte an der Waltgeristraße seine erste Wohnung bezogen. Seine Bleibe nutzte ein 21-Jähriger aus Enger aber auf ganz eigenwillige Art: Er gestaltete sie zur Cannabis-Plantage mit 73 Pflanzen samt Spezialbeleuchtung und Bewässerung um. Er selbst schlief auf einer Luftmatratze in einer Ecke.

Die Flut erhofften Drogengeldes blieb aber aus. Statt dessen flutete am 25. September 2014 die Herforder Feuerwehr die Räume - und informierte die Polizei. Die ist naturgemäß wenig berauscht von Indoorplantagen.

"Ein Ventilator hat Feuer gefangen", so der 21-Jährige vorm Jugendschöffengericht, wo er die Vorwürfe aus der Anklage der Staatsanwaltschaft komplett einräumte. 923 Gramm Marihuana mit 108 Gramm der Drogensubstanz THC soll die Ernte enthalten haben, so die Staatsanwältin. Bei drei Ernten im Jahr wären das 2,8 Kilo Marihuana. Noch bevor sein Geschäft brummte, wurde seine Ernte aber zerstört.

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