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Aquarium im Schnee: Janine Faltynski, Dirk Rabeneck, Rainer Skrzyppek, Erhard Krull, Christian Nagel und Andreas Rödel. - © Foto: Siwo
Aquarium im Schnee: Janine Faltynski, Dirk Rabeneck, Rainer Skrzyppek, Erhard Krull, Christian Nagel und Andreas Rödel. | © Foto: Siwo

Herford Aus Schandflecken werden Kunstwerke

Projekt: Flüchtlinge und Gefangene der JVA Herford bemalen Ortsnetzstationen

Sina Wollgramm
19.01.2016 | Stand 19.01.2016, 10:03 Uhr

Herford. Mit Hilfe von Flüchtlingen und Inhaftierten der JVA Herford verschönert der Verein "Rad und Tat" derzeit die Stadt. Wie an der Bielefelder Straße haben sie zusammen mit dem Spray-Künstler Sponk Ortsnetzstationen des Energieunternehmens Westfalen Weser Energie (WWE) bemalt. Ortsnetzstationen sind keine Stromkästen, wie Dirk Rabeneck von der WWE erklärt. "In der Box ist ein Transformator, der 10.000 Volt in 230 Volt umwandelt." "Das Thema des Projektes war Tiere", sagt Erhard Krull, Vorsitzender von "Rad und Tat". Von Mai bis August waren "Inhaftierte mit gutem Sozialverhalten, die kurz vor der Entlassung stehen" und in Herford untergebrachte Flüchtlinge im Einsatz um zehn Netzstationen aufzuwerten. Die Beteiligten werden auf der Internetseite webqr.eu/sprayaktion vorgestellt, die über QR-Codes erreichbar ist, die an den Kunstwerken angebracht und von dem Herforder Unternehmen "webQR" gesponsert wurden. Da es noch 1.300 weitere Kästen in Herford gibt, geht das Projekt, an dem auch Pro Asyl aus Spenge beteiligt ist, in die nächste Runde. Dann lautet das Thema: "Herford - Mittelalter trifft Moderne", kündigt Krull an. Hauptsponsor ist Westfalen Weser Netz, die jährlich 100 Förderpakete ausschreiben.

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