Tatort: Am Herforder Bahnhof sind stehlende Flüchtlinge aufgefallen. - © Johannes Hülstrung
Tatort: Am Herforder Bahnhof sind stehlende Flüchtlinge aufgefallen. | © Johannes Hülstrung

Herford Taschendieb aus Algerien randaliert

Bahnhof: Täter und Komplize reisten aus Nordhessen nach Herford und wurden gefasst

Jobst Lüdeking
18.01.2016 | Stand 18.01.2016, 15:43 Uhr

Herford.Bisher waren nordafrikanische Tätergruppen vor allem in Köln aber auch Düsseldorf aktiv. Am Wochenende beschäftigten zwei aus Nordafrika, genauer aus Algerien, stammende Taschendiebe auch die Herforder Polizei. In der Nacht zum Samstag wurden sie am Bahnhof gefasst. Die Taten begannen gegen 23.15 Uhr: Einem 22-jährigen Mann wurde in dem Schnellrestaurant am Bahnhof sein Rucksack mit Wertgegenständen gestohlen. Das Opfer alarmierte die Polizei und während die Beamten den 22-Jährigen befragten, sah er die Täter an einer Ampelkreuzung. Die Polizisten konnten die Verdächtigen festnehmen: Die Männer sind danach 19 und 21 Jahre alt, sie sind als algerische Flüchtlinge in Nordhessen gemeldet. Nach der Feststellung der Identität wurde das Duo noch vor Ort entlassen. Doch es gab ein Wiedersehen. Gegen 2.40 Uhr beobachtete dann ein Bielefelder (43), wie vor dem Bahnhof ein Taschendieb versuchte, einem Mann die Geldbörse aus der Hosentasche zu ziehen. Das Opfer bemerkte den Tatversuch und wehrte sich. Der Kriminelle versuchte anschließend, einer 19-jährigen Frau Wertgegenstände aus der Handtasche zu stehlen. Auch hier scheiterte er, so die Polizei. Die Opfer informierten dann die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes am Bahnhof. Als die Wachleute den offensichtlich erheblich alkoholisierten Täter ansprachen, schlug er um sich. Die Männer schafften es aber, den Tatverdächtigen zu überwältigen und der Polizei zu übergeben. Bei ihm handelte es sich just um den 21-Jährigen, der schon beim Diebstahl des Rucksacks im Restaurant aufgefallen war. Der Mann wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen und verbrachte den Rest der Nacht in einer Ausnüchterungszelle. Bereits in der vergangene Woche war die Polizei nach einem Hinweis auf die Spur eines Marokkaners gekommen: Er war bereits 2014 an der Ulmenstraße ausgefallen. Zwischenzeitlich hatte er in NRW Eigentumsdelikte begangen. In der Harewood-Kaserne wollte sich der mutmaßliche Serientäter, der mehrere Identitäten nutzte, erneut registrieren lassen.

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