Reihenhäuser: Die englische Siedlung an der Glatzer Straße hat einen eigenen Charme. Im Januar beginnt die Vermarktung im Auftrag eines holländischen Immobilienfonds. - © Foto: Bittner
Reihenhäuser: Die englische Siedlung an der Glatzer Straße hat einen eigenen Charme. Im Januar beginnt die Vermarktung im Auftrag eines holländischen Immobilienfonds. | © Foto: Bittner

Herford Die Vermarktung der "Briten-Häuser" beginnt

Immobilienmarkt: Die Sparkasse kündigt die Vermarktung von mehr als 100 Wohnhäusern aus dem Eigentum des holländischen Fonds IMF ab Januar an - und rechnet mit großer Nachfrage

Herford. Anfang des Jahres gerät der Herforder Immobilienmarkt in Bewegung: Auf einen Schlag kommen mehr als hundert Wohnhäuser zusätzlich auf den Markt. Das Interesse ist bereits im Vorfeld groß. Mehr als 300 Voranfragen, so der Vermarkter, liegen vor. Bislang ist Herford nicht für eine überbordende Nachfrage nach Wohn-Immobilien bekannt. Die Zahl der Neubau-Genehmigungen der letzten Jahre ist überschaubar. Es gibt aktuelle und die Erwartung weiterer Leerstände durch den demografischen Wandel. So machten man sich in der Immobilienbranche durchaus Sorgen vor einer Situation, in der nach dem Abzug der britischen Truppen auf einen Schlag 450 Wohnungen auf den Markt kommen. Dazu wird es nun nicht kommen. Nur knapp ein Viertel des Bestands steht ab Januar zum Verkauf - Wohnraum von 95 bis 195 Quadratmeter, freistehende Einzelhäuser Doppelhaushälften und mehr als 70 Reihenhäuser. Sie befinden sich nicht im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA), für sie gibt es kein kommunales Vorkaufsrecht. Eigentümer ist der holländische Immobilienfond IWF aus Nordwijk, der die örtliche Sparkasse mit der Vermarktung beauftragt hat. Die Objekte befinden sich am Fuße des Stiftberg in der Goethe- und der Eckermannstraße (31) sowie an der Glatzer Straße in der Altstädter Feldmark, wo außer zehn Einfamilienhäusern 66 Reihenhäuser zum Verkauf stehen. Michael Stüker, Leiter der Immobilienabteilung der Sparkasse, kalkuliert mit Quadratmeterpreisen um die 1.000 Euro, verrät aber noch nichts über seine Verkaufsstrategien. Die Konkurrenz der BIMA-Bestände muss er vorerst nicht fürchten: Bis die Vorkaufs-Frist für die Stadt abläuft, die Teile davon zeitweilig für die Unterbringung von Flüchtlingen nutzen will, dürften die meisten IMF-Häuser verkauft sein.

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