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Herford Sparkasse unterstützt Solidaritätsfonds mit 12.000 Euro

Klaus Waldschmidt vermittelt Jugendlichen mit Problemen Ausbildungsplätze

Frank-Michael Kiel-Steinkamp
11.12.2015 | Stand 11.12.2015, 12:32 Uhr

Herford. Klaus Waldschmidt ist ein Mann für die (fast) aussichtslosen Fälle. Der Mann an der Spitze des Vereins Solidaritätsfonds vermittelt seit über 30 Jahren Jugendlichen Lehrstellen, die aus verschiedensten Gründen Probleme haben, eine Ausbildung zu beginnen oder fortzuführen. Damit ist er außerordentlich erfolgreich. 80 Prozent aller Jugendlichen, die eine vom Solidaritätsfonds geförderte Ausbildung anfangen, beenden sie mit einem Abschluss, die Hälfte davon kann nach der Ausbildung im Betrieb weiter arbeiten. Dieser Erfolg ist – neben dem persönlichen Einsatz des 77-Jährigen – nicht ohne Geld möglich. Der Fonds übernimmt zwischen 50 und 80 Prozent der Ausbildungsvergütung. Das kann sich auf bis zu 25.000 Euro pro Jugendlichem aufsummieren. Die Sparkasse ist eine verlässliche Unterstützerin des Fonds. Gestern überreichte Siegfried Lux vom Vorstandsstab einen Scheck über 12.000 Euro an Klaus Waldschmidt und seinen Mitstreiter der ersten Stunde, Kurt Breker. Als Ort wurde der Premium-Store von Thomas Müller gewählt. Müller bildet zur Zeit in seinem Geschäft für Computer- und Unterhaltungselektronik zwei vom Solidaritätsfonds vermittelte Jugendliche zu IT-Systemkaufleuten aus. Der eine hat schon drei Mal eine Ausbildung abgebrochen, der andere ist gesundheitlich eingeschränkt. „Beide Azubis ziehen gut mit“, freut sich Thomas Müller. Er hat schon einmal einen jungen Mann erfolgreich zum Berufsabschluss geführt, aber auch einen Misserfolg erlebt. „Loben sie nicht den Solidaritätsfonds, sondern loben Sie die Ausbilder“, wünscht sich Waldschmidt von der Presse, denn er weiß, wie wichtig bei aller finanzieller Unterstützung eine soziale Ader und viel Geduld sind. Auch Waldschmidt persönlich versucht zu helfen, wenn der Auszubildende häusliche Probleme hat oder einfach morgens nicht aus dem Bett kommt. Zur Zeit betreut der Solidaritätsfonds 24 Jugendliche in ganz verschiedenen Ausbildungsfeldern. Mindestens genauso wichtig wie die Branche ist dabei, dass die Chemie zwischen Azubi und Ausbilder stimmt. Da hat Klaus Waldschmidt, der Mann für die fast unmöglichen Fälle, wohl ein besonders glückliches Händchen.

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