Wollen an ihre Grenzen kommen: Martina Schulze (vorne v. l.), Marius Burdich, Frank Ruschemeier, Michael Pearce, Andre Inderlid und Vitali Walter, Pascal Lappatis (hinten v. l.), Alessandro Peligra, Daniel Lässig (hängend) und Christoph Plachta haben Spaß am Training. - © FOTOS: SCHULZ
Wollen an ihre Grenzen kommen: Martina Schulze (vorne v. l.), Marius Burdich, Frank Ruschemeier, Michael Pearce, Andre Inderlid und Vitali Walter, Pascal Lappatis (hinten v. l.), Alessandro Peligra, Daniel Lässig (hängend) und Christoph Plachta haben Spaß am Training. | © FOTOS: SCHULZ

Herford Freeletics-Gruppe trifft sich in Herford

Männer und Frauen trainieren zusammen an der frischen Luft

Friderieke Schulz

Herford. Freeletics ist eine der Trendsportarten überhaupt: Statt auf Geräte setzen die Anhänger auf reine Muskelkraft, um ihren Körper zu trainieren. Deutschlandweit haben sich Gruppen gebildet, die sich gemeinsam in Form bringen. Auch in Herford kommen Freizeitsportler zu diesem Zweck zusammen. Sie trainieren überall dort, wo sie an der frischen Luft sein können. Das Motto: Es gibt keine Ausreden. Wer wirklich trainieren will, kann das immer und überall tun. Beim Stöbern auf der Videoplattform Youtube wurde Pascal Lappatis 2013 das erste Mal auf Freeletics aufmerksam. "Ich war vom ersten Augenblick begeistert. Ich sah mir weitere Videos an und begann Zuhause mit dem Training", erzählt Lappatis. Mit dem neuen Training begeisterte er anfangs auch vier Freunde. "Doch die sprangen nach einem Monat wieder ab, so dass ich zunächst wieder alleine trainieren musste." Rund ein Jahr trainierte Lappatis mit der Freeletics-App auf seinem Smartphone Zuhause, bis er bei Facebook auf eine Bielefelder Gruppe aufmerksam wurde. "Bald kamen Daniel und Andre rüber und wir gründeten die Herforder Freeletics-Facebook-Gruppe, der sich bald zahlreiche Freeleticsfans anschlossen", sagt der 25-Jährige. Inzwischen zählt die Gruppe 30 Mitglieder. Zu den Trainingstagen, meist vier pro Woche, kommt, wer Zeit und Lust hat.Erweiterung des normalen Sporttrainings "Ich komme aus der Kampfsportszene. Mein Boxtrainer hat ähnliche Übungen vor jedem Training gemacht. Als ich von der Gruppe hörte, war ich sofort begeistert. Es ist für mich eine gute Ergänzung zu meinem Training", sagt Teilnehmer Vitali Walter. Michael Pearce schätzt an dem neuen Trainingskonzept vor allem den Zusammenhalt: "Es hat zwar jeder sein Trainingsprogramm, aber dadurch, dass wir zusammen sind, unterstützen wir uns gegenseitig. Hier wird niemand allein gelassen." Zudem ist der 32-Jährige vom Training begeistert: "Es ist ganz anders, als im Fitnessstudio an Geräten zu trainieren. Hier bekommt du nicht nur dicke Arme, sondern auch die Kraft, die dahinter steckt." Das Programm eigne sich zudem zum Gewichtsaufbau und -abbau. Teilnehmer Christoph Plachta kann nach vier Monaten auf eine beachtliche Gewichtsreduzierung von neun Kilogramm schauen. "Ich habe schon immer Sport gemacht, aber eher phasenweise. Ich habe allerdings auch noch nie soviel Spaß gehabt, wie bei Freeletics", sagt der 32-Jährige. Doch nicht nur Männer kommen beim Freeletics auf ihre Kosten, weiß Martina Schulze. "Ich habe eine Wette mit meiner Schwester laufen, denn ich hätte gern einen Sixpack", sagt die 28-Jährige. Dafür hat sie ein besonderes Training angesetzt: Immer wieder wechselt Schulze die Übungen, macht Liegestütz und springt so hoch sie kann, während sie die Knie zu den Schultern führt. "Freeletics ist nicht nur was für Männer. Es macht Spaß mit Menschen zu trainieren, die eine ähnliche Abneigung gegen Fitnessstudios haben."Freeletics-App als Trainingshilfe Was sie wann tun muss, verrät ihr die Freeletics-App, die man kostenlos auf Smartphones laden kann. "Zunächst gibt es vier freie Workouts, die nach Göttern benannt sind", sagt Lappatis und erzählt, dass man für einen Jahresbeitrag von rund 80 Euro 14 weitere Workouts mit jeweils drei Variationen und einem Coach zur Verfügung gestellt bekommt: "Im Vergleich zu einem Fitnessstudiobeitrag von ungefähr 30 Euro monatlich, ist das sehr günstig." Zudem lässt sich für jeden Athleten ein Fokus auf die Bereiche Cardio, Kraft oder ein kombiniertes Training legen. "Man kann sich aussuchen, ob man in dieser Woche zum Beispiel den Bizeps oder den Rücken trainieren möchte", erklärt Daniel Lässig. "Wer möchte kann sich, ähnlich wie in anderen sozialen Netzwerken mit anderen Nutzern vergleichen", sagt Lappatis. Doch die App ist keine Pflicht, um mittrainieren zu können. Teilnehmer Alessandro Peligra nutzt sie nicht: "Ich bin durch meinen Freund Daniel auf die Gruppe aufmerksam geworden und trainiere hier das Basisprogramm, das mir die anderen gezeigt haben."

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