Herford Besucherzahlen im Herforder H2O steigen stark an

Neue Rutschen bescheren den Stadtwerken Herford 561.024 Gäste - 36.872 mehr als im Vorjahr

Steffen Högemann

Herford. Das Herforder Spaß- und Wellnessbad H2O konnte im vergangenen Jahr seine Besucherzahlen deutlich steigern. Investitionen in zwei neue Rutschen zahlten sich aus. "Attraktionen sind entscheidend, wer stillsteht, verliert", sagt der Betriebsleiter des H2O, Markus Diering. Im vergangenen Jahr sorgte die 2013 eröffnete Jungle-Cone-Rutsche (Dschungel-Kegel-Rutsche) für einen Besucheranstieg von gut sieben Prozent. 36.872 Gäste mehr als im Vorjahr folgten dem Ruf aus dem Dschungel ins Spaßbad. 2013 waren es 524.152 und 2014 strömten 561.024 Besucher in das Freizeitbad. Für 2015 erwartet Diering durch die erst im November 2014 eingeweihte Thunderbird-Rutsche (Donnervogel-Rutsche) nochmals einen Besuchersprung. Die konkurrierenden Spaßbäder in Detmold (320.000 Besucher in 2012) und Bielefeld (312.000) liegen klar hinter dem H2O. Allerdings: Das Nettebad im niedersächsischen Osnabrück weist deutlich mehr Schwimmer auf. Hier wurden in 2013 insgesamt mehr als 720.000 Besucher gezählt - rund 200.000 mehr als in Herford. Marco Hörmeyer von den Stadtwerken Osnabrück sieht in den Investitionen, wie zum Beispiel in eine neue Rutsche und neue Saunen, den Erfolg seines Bades.Vor der Renovierung des Nettebads zum Spaßbad reisten noch viele Osnabrücker nach Herford. Jetzt nutzen sie das heimische Bad - und fehlen in der Herforder Bäderbilanz. Diese ausbleibenden Besucher aus der Nachbarschaft konnte das H2O dennoch gut auffangen, wie die steigenden Zahlen der vergangenen Jahre zeigen. Markus Diering erklärt, dass es regional eine hohe Dichte an Spaß- und Wellnessbädern gebe. Der Druck gegen die Konkurrenz zu bestehen sei hoch, es muss ständig investiert und etwas Neues geboten werden. Eine Herausforderung für alle Bäder liege in der neuen Zeiteinteilung der Familien. Da viele Kinder bis in den späten Nachmittag in der Schule sind, gebe es unter der Woche kaum noch Besuche von Familien. Um so entscheidender seien Wochenenden, Feiertage und Ferien, um das Bad voll zu kriegen. Darum bietet das H2O auch regelmäßig Veranstaltungen an. Die nächste ( ¦ Kasten) soll die Besucher an diesem Sonntag in das Freizeitbad locken. Das Konzept mit hohen Investitionen - allein 500.000 Euro für die neue Thunderbird-Rutsche - trägt Früchte. Die Wochenenden brächten das Bad schon jetzt an seine Kapazitätsgrenze. Er betont, dass die neuen Rutschen sein Bad attraktiver gemacht hätten, jetzt folgt auch noch ein Ausbau der Gastronomie. Zudem bemüht man sich in Herford, neue Zielgruppen zu erschließen, unter anderem mit Stellplätzen für Wohnmobile - Investitionen, die notwendig sind, um das H2O bestmöglich für die Zukunft aufzustellen.

realisiert durch evolver group