Herford Eine neue GmbH der Stadt geht an den Start

Rat beschließt Gründung der SEH als HVV-Tochter

Hartmut Braun

Herford (hab). Wenige Monate vor dem Abzug der britischen Soldaten hat der Stadtrat am Freitag einmütig die Gründung einer kommunalen GmbH für Stadtentwicklung beschlossen. Sie bekommt eine Million Euro Stammkapital, zwei Geschäftsführer, einen Prokuristen, einen 13-köpfigen Aufsichtsrat – und eine Mega-Aufgabe namens „Konversion“. Im Stadtrat wurde auf große Worte verzichtet, zumal ein kleiner Streit um die Gesellschaftsziele im Vorfeld beigelegt worden war: Bürgermeister und CDU/Grüne einigten sich auf eine Erweiterung der aufgaben von der Umnutzung der Kasernenflächen Konversion) auf allgemeine Stadtentwicklung. Die spiegelt sich vor allem im Namen. Die durch Umwidmung der alten WKH Wasserkraftanlagen Herford GmbH entstehende Firma heißt jetzt nicht mehr „Konversionsflächengesellschaft Hansestadt Herford mbH“ sondern Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford mbH (SEH). Die SEH soll schon bald hoch qualifiziertes Personal einstellen und Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilien über den Kauf der Kasernenflächen an der Vlothoer und der Mindener Straße führen. Die SEH wird eine Tochtergesellschaft der Holding HVV. Die Geschäftsführung übernehmen zunächst HVV-Chef Detlef Jeretzky und Baudezernent Peter Maria Böhm. Zu diesen Aufgaben soll auch die Gewinnung strategischer Partner gehören. Allein aus eigener Kraft dürfte die Stadt das viele Millionen Euro teure Projekt nicht stemmen können.

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