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Jörg Timmermann und der Gospelchor Call Him Up ließen fröhliche Melodien aus aller Welt in der Petrikirche erklingen. - © FOTO: ISABELLE HELMKE
Jörg Timmermann und der Gospelchor Call Him Up ließen fröhliche Melodien aus aller Welt in der Petrikirche erklingen. | © FOTO: ISABELLE HELMKE

Herford Gospelchor "Call Him Up" unterhielt 400 Zuhörer in der Petrikirche

"Baba Yetu": Konzert im Zeichen des Vaterunser

Isabelle Helmke
02.12.2014 | Stand 02.12.2014, 08:52 Uhr

Herford. Afrikanische Rhythmen hallten am Sonntagabend durch die Petrikirche. "Baba Yetu" - das bedeutet "Vater Unser" auf Swahili und ist das mit einem Grammy Award ausgezeichnete Titellied des Computerspieles Civilization 4. Der Herforder Gospelchor "Call Him Up" hatte es in sein internationales Programm für das Adventskonzert "Winter in Concert" aufgenommen. Mehr als 400 Besucher fanden sich in der Petrikirche ein. Das Konzert stand ganz im Zeichen des Vaterunser. "Wir wollen heute Gott ehren, auf den wir uns verlassen können, der uns tröstet, wenn wir traurig sind und uns auffängt, wenn wir den Halt verlieren", begrüßte Chorleiter Jörg Timmermann die Besucher. Aber was bedeutet das Vater Unser eigentlich? In einem kleinen Rollenspiel gingen die Chormitglieder dieser Frage nach. Das Vaterunser sei mehr als ein Gebet. Als Leitlinie für den Alltag solle es zu Glück und Seelenfrieden führen. Mit seinen Liedern möchte der Chor diese Botschaft weitertragen, Freude erzeugen und besonders die Weihnachtszeit als Chance für einen Neuanfang ins Bewusstsein rücken. Von klassischen Anbetungs- über besinnliche Weihnachtslieder bis hin zu schwungvollen Gospelsongs in deutscher, englischer, schwedischer und afrikanischer Sprache - der Chor sorgte mit seiner vielfältigen Liederwahl für gute Unterhaltung. Bunte Luftschlangen flogen durch den Raum. Rhythmische Melodien luden zum Klatschen und Mitsingen ein. Bei der a cappella Version von "Kumba ya" ging ein Raunen durch die Zuschauerreihen: "Das klingt ja schön." Aber auch Titelmusik aus den Filmen "Titanic" und "Wie im Himmel" standen auf dem Programm und boten Anlass zu kleinen Ratespielen. Als die kräftige Stimme der Solistin Stephanie Gießelmann erklang, wurde es ganz still in der Kirche. Gefühlvoll und mit sanften Tönen erzählte sie die Geschichte von Gabriella, die nach leidvollen Erfahrungen letztendlich Halt bei Gott fand - und das alles auf Schwedisch. "Das ist ein wunderschönes Lied und die Solistin hat eine zauberhafte Stimme. Ich bin ganz begeistert", sagte später Irmgard Schmilgun aus Bielefeld. "Das Konzert war brillant. So etwas bekommt man nicht im Fernsehen zu sehen", schwärmte Ilse Priebe aus Herford. Jürgen Meyer aus Hiddenhausen stimmte ihr zu: "Call Him Up steigert sich von Jahr zu Jahr. Ich denke jedes Mal, es geht nicht mehr besser und dann hauen sie mich wieder vom Hocker." Mehr über den Chor unter www.call-him-up.de.

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