Für die Wentworth-Kaserne an der Vlothoer Straße wird eine neue Funktion gesucht. - © FOTO: FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP
Für die Wentworth-Kaserne an der Vlothoer Straße wird eine neue Funktion gesucht. | © FOTO: FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP

Herford Rat beschließt über Konversions-GmbH

Zum 1. Januar soll sie an den Start gehen

Herford. Es war der letzte Guy Fawkes Day, es wird der letzte gemeinsame Weihnachtsgottesdienst, die letzte Bismarck-Challenge: In der deutsch-englischen Gemeinschaft Herfords breitet sich Abschiedsstimmung aus. Zugleich werden im Rathaus Weichen für die "Nachnutzung" gestellt. Zum 1. Januar soll die lange angekündigte Konversions-Gesellschaft an den Start gehen. Bürgermeister Tim Kähler setzt dabei auf privatwirtschaftliche Instrumente und wirtschaftlichen Sachverstand. "Ich beabsichtige, in Abstimmung mit der Geschäftsführung der HVV dem Aufsichtsrat Anfang Dezember die Gründung einer GmbH vorzuschlagen, die die Kasernenflächen entwickelt", sagte er gestern auf Anfrage. "Konversionsflächengesellschaft Hansestadt Herford m.b.H" soll die Firma heißen, die der Stadtrat am 12. Dezember per Beschluss gründen soll. Dafür wird die im Handelsregister bereits eingetragene, aber nicht mehr aktive, städtische Wasserkraftanlage GmbH wieder aktiviert und umgewidmet. Zunächst einziger Gesellschafter ist die Herforder Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (HVV). Im Rathaus ist man jedoch offen für weitere Gesellschafter und will sich zugleich um strategische Partner - auch für die Finanzierung der Umnutzung - bemühen. Das Gesamtprojekt dürfte Investitionen in höherem achtstelligen Umfang benötigen. Das Stammkapital der GmbH beträgt zunächst eine Million Euro. Die Geschäftsführung teilen sich Baudezernent Peter Maria Böhm und HVV-Chef Detlef Jeretzky. Weiteres leistungsstarkes Personal soll später eingestellt werden. Wie der Name sagt, soll die neue Gesellschaft sich auf die Kasernenflächen, das Naafi-Gelände an der Waltgeristraße und auf den Sportplatz konzentrieren. Die rund 450 Wohnungen in mehreren Siedlungen sind nicht dabei. Zu den ersten Aufgaben der Konversions-GmbH wird es gehören, gemeinsam mit dem jetzigen Eigentümer, der Bundesimmobilienverwaltung (BIma), den Wert der mehr als 30 Hektar großen Grundstücke und der Gebäude zu ermitteln. Offiziell vorgestellt werden soll das Projekt nach der Entscheidung im Rat.

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