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Herford/Hannover Seit 2007 vermisste Jenisa nach Knochenfund identifiziert

Fall Dano: Täter auch hier unter Tatverdacht

16.09.2014 | Stand 16.09.2014, 17:45 Uhr
Seit 2007 vermisste Jenisa nach Knochenfund identifiziert - © Herford
Seit 2007 vermisste Jenisa nach Knochenfund identifiziert | © Herford

Hannover (dpa/lni). Traurige Gewissheit im Fall Jenisa: Bei den vor zwei Wochen bei Hannover entdeckten Leichenteilen handelt es sich um die sterblichen Überreste des seit 2007 vermissten, damals achtjährigen Mädchens. Das ergab eine DNA-Analyse, teilte die Staatsanwaltschaft Hannover am Dienstag mit. Der 43 Jahre alte Tatverdächtige, der im Frühjahr bereits den Mord an dem fünfjährigen Dano im westfälischen Herford gestanden hat, schweigt zum Fall Jenisa weiter. Der Mann aus dem direkten Umfeld der Familie stand schon 2007 unter Tatverdacht, kam nach mehreren Wochen Untersuchungshaft mangels Beweisen aber wieder auf freien Fuß.

Bewegung in den Fall kam erst wieder, als Mithäftlinge des wegen der Tat in Westfalen in Haft sitzenden Mannes der Justiz von einem angeblichen Geständnis des 43-Jährigen berichteten. Dabei gab er ein Waldstück bei Wunstorf in der Region Hannover als Versteck der Leiche an. Eine intensive Suchaktion der Polizei dort führte Anfang September im fünften Anlauf zum Erfolg. Nahe einer Landstraße hinter hohem Gestrüpp stießen Polizeibeamte auf Knochen.

Für den Mord an Dano muss sich der 43-Jährige vom 1. Oktober an vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Er war ein Nachbar und Vater eines Spielkameraden des Fünfjährigen. Er gab an, den Jungen getötet zu haben, um zu vertuschen, dass er ihn zuvor geohrfeigt hatte. Dano und Jenisa stammten beide aus Zuwandererfamilien aus dem Kosovo.

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