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Ein Brett bedeutet die Welt

Michael Ulbricht (39), Skateboarder aus Leidenschaft, will sein Hobby zum Beruf machen

27.10.2009 | Stand 26.10.2009, 20:28 Uhr
Michael Ulbricht sitzt auf dem so genannten "Table" im Skate-Park Spenge. Er trägt zur Sicherheit Schoner und einen Helm. - © FOTO: MATTHIAS TONHÄUSER
Michael Ulbricht sitzt auf dem so genannten "Table" im Skate-Park Spenge. Er trägt zur Sicherheit Schoner und einen Helm. | © FOTO: MATTHIAS TONHÄUSER

Enger/Spenge. Im Skatepark in Spenge fahren, hüpfen und springen die Skateboarder bereits, die Anlage in Enger soll bis November fertig werden: Skater erobern Enger und Spenge. Einer macht sein Hobby jetzt sogar zum Beruf. Michael Ulbricht will als Lehrer anderen Menschen das Skateboard-Fahren beibringen. Erfahrung hat er genug.

1985 stand er zum ersten Mal auf dem Brett, dass für ihn die Welt bedeutet: Der 39-jährige Ulbricht fährt seit fast 25 Jahren Skateboard. "Es hat mich einfach gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen", sagt er. Ulbricht hat sich auch wissenschaftlich mit dem Skaten beschäftigt. Er schrieb 2008 seine Diplomarbeit im Fach Pädagogik an der Universität Bielefeld darüber, wie man Anfänger das Fahren beibringt. "Skateboarding: Bewegungs- und Gruppenförderung in jugend-subkulturellen Zusammenhängen", heißt die Arbeit des Wissenschaftlers in Skater-Klamotten.

Jetzt will er die Theorie in die Praxis umsetzen: Ulbricht bietet vier verschiedene Skateboard-Kurse an, vom Fahren in der Ebene bis zum Skaten in Rampen. Sein Credo ist, nur die Grundlagen des Skatens zu lehren, schwierige Tricks gehören nicht zum Unterricht. "Fahren und Bremsen kann man von anderen lernen, die Tricks muss man sich selber beibringen", sagt er. "Skateboard-Basics" heißt sein Angebot deswegen auch.

Ulbricht will sich damit an Privatpersonen, Vereine und Institutionen in der Region Ostwestfalen-Lippe und im Raum Osnabrück wenden. Er hat mit der Universität Bielefeld Kontakt aufgenommen und zahlreiche Schulen angeschrieben. "Ich könnte mir auch vorstellen, Skateboard-Fahren nachmittags an Ganztags-Schulen zu unterrichten", meint er. Die Sicherheit ist ihm dabei sehr wichtig: Alle Kursus-Teilnehmer müssen Ellenbogen- und Knieschoner sowie Helme tragen.

Mit Schonern fährt Ulbricht auch auf der Anlage in Spenge. Dass es diesen Skatepark jetzt gibt, findet der passionierte Skater prima. "Da passiert jetzt so langsam was." Ostwestfalen-Lippe und das benachbarte Münsterland seien schon immer für Skateboarding bekannt gewesen. Fahrer, die Deutsche und Europäische Meister in verschiedenen Disziplinen waren, kommen aus Bielefeld und Gütersloh. "Was hier noch fehlt, ist eine Halle, in der Skateboarder jederzeit fahren können." www.skateboard-basics.de

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